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Grillkräuter für die spezielle Sommer-Note

20.06.2021 • 14:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Ursula Kopf ist Expertin in Bezug auf Kräuter und deren Verwendung.<br><span class="copyright">Hartinger</span>
Ursula Kopf ist Expertin in Bezug auf Kräuter und deren Verwendung.
Hartinger

Mediterrane Kräuter nehmen uns mit auf eine Reise zum Mittelmeer.

Rosmarin, Thymian, Oregano, Currykraut oder Basilikum – jeder kennt die Aromen aus dem Urlaub und denkt sehnsüchtig an vergangene Tage im Süden. Doch es muss nicht nur eine Erinnerung bleiben. Die Pflanzen samt ihrer Gerüche und Assoziationen können auch in den Gärten Vorarlbergs heimisch werden. Mit aromatischen Gewächsen kommt nicht nur mehr Würze auf Balkon und Terrasse, sondern auch auf die Teller.

Gemeinsam kochen, essen und genießen gehört zu den schönsten Dingen des Lebens. Besonders das Grillen im Sommer ist ein Akt der Geselligkeit und eine Freude für den Gaumen. Ob Fisch, Fleisch oder Gemüse – offenes Feuer und frische Kräuter bescheren uns eine extreme Geschmacksvielfalt. Die unterschiedlichsten Gewürze verleihen auch bekannten Gerichten einen ganz neuen Charakter. Rosmarinspieße, Röstgemüse mit Salbeiblättern, aromatisierte Salate oder erfrischende Bowlen und Longdrinks. Kräuter sind für den besonderen Kick verantwortlich. Fleischgerichte werden aromatischer, wenn das Fleisch frisch mariniert wird und über Nacht im Kühlschrank ziehen kann. Dank frisch gehackter Kräuter verwandelt sich Grillgemüse in eine Delikatesse.

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Hartinger

Kräuterkombinationen

Rosmarin, Bohnenkraut, Thymian, Salbei, Ysop und viele andere Gewürze passen hervorragend zu Zucchini, Paprika, Kartoffel, Zwiebel und vielen weiteren vegetarischen Köstlichkeiten. Eine würzige Marinade mit Öl und einer Mischung je nach eigenem Geschmack aus frisch gehackten Kräutern, am besten schon am Vortag der Grillparty zubereiten ist ein kulinarisches Muss.
Für Kräuterkombinationen in einer Olivenöl-Marinade eignen sich zum Beispiel Rosmarin und Thymian sehr gut. Auch Oregano, Thymian und Majoran geben eine besondere Geschmacksnote. Harmonisch im Geschmack ist auch die Kombination aus Salbei, Basilikum und Senf oder das Zusammenmischen von Rosmarin, Thymian, Majoran, Oregano, Petersilie sowie Knoblauch.

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Hartinger

Vorteil der Frische

Trockene Gewürze würden auf der heißen Glut schnell verbrennen – daher empfehlen Experten immer frische Kräuter zum Grillen. Wer herzhaft grillt, will dazu doch auch einen erfrischenden Dip. Auch da kommen die frischen Kräuter ins Spiel. Auf der Basis von Joghurt und Sauerrahm werden durch das Zutun frischer gehackter Kräuter wunderbare Dips. Achtung Geheimtipp: Mein Favorit ist der Zimmerknoblauch, Schnittlauch, Petersilie, Basilikum mit etwas Liebstöckel als Salz­ersatz. Abgeschmeckt wird mit Pfeffer, Senf und etwas Mayonnaise. Ein Traum!

„Trockene Gewürze verbrennen auf der Glut, daher immer frische Kräuter zum Grillen verwenden.“

Ursula Kopf, Gärtnerei Augarten, Frastanz

Nicht nur für den Gaumen

Nicht zu vernachlässigen ist der ästhetische Aspekt, schließlich isst das Auge bekanntlich mit. Daher finden sich auch Kräuterblüten im Salat und überall, wo man sie sonst noch gerne sieht, Verwendung. Eine nette Idee sind Eiswürfel mit verschiedenen essbaren Blüten darin. Das erfrischt bei sommerlicher Hitze die Getränke und sorgt zusätzlich für einen Hingucker.

Essbare Blüten eignen sich hervorragend für Getränke – auch für Eiswürfel.<br><span class="copyright">Rammel</span>
Essbare Blüten eignen sich hervorragend für Getränke – auch für Eiswürfel.
Rammel

Sowohl für Getränke aber eben auch Fleisch und Gemüse eignet sich Rosmarin. Es wird seit Jahrtausenden als Gewürz verwendet. Kenner schätzen das harzige Aroma, das mit einer Vielzahl anderer Kräuter harmoniert. Besonders begehrt und einfach herzustellen ist Rosmarinöl. Dazu legt man einen schönen Zweig frischen Rosmarins in geschmacklich neutralem Speiseöl ein und lässt das Kräuter-Öl vier Wochen ziehen.

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Rammel

Tipp: Eventuell noch ein bis zwei Zehen Knoblauch dazu, um das Ganze noch zu verfeinern. Wer hat, kann auch noch Senfkörner dazugeben. Dabei gilt es zu beachten, dass keine Luftbläschen mehr im abgefüllten Ölfläschchen sein dürfen. Nicht zu vergessen: Als Abschluss ein klein wenig Essig zum Abschließen des Öls hinzugeben.

Ursula Kopf