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Wie funktioniert der Grüne Pass?

20.06.2021 • 22:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wie funktioniert der Grüne Pass?

Er verspricht Reisefreiheit und ist für Genesene und Getestete verfügbar.

Der Grüne Pass: Jeder hat schon davon gehört und doch scheint die Verwirrung groß. Wie funktioniert er? Und wie bekommt man einen?
Grundsätzlich soll der digitale Pass ab Anfang Juli europaweit das Reisen erleichtern. Seit 10. Juni ist er in Österreich in Betrieb. “Der Grüne Pass ist ein Überbegriff für drei Zertifikate mit jeweils EU-konformen QR-Codes darauf”, erklärt Verena Nikolai vom Covid-Krisenstab des Gesundheitsministeriums. Bei den Zertifikaten handelt es sich um Test-, Impf- und Genesungszertifikat.

Die einfachste Variante, um an seinen Grünen Pass – also an sein Zertifikat – zu kommen ist, sich über das Gesundheitsportal unter www.gesundheit.gv.at einzuloggen. Das Log-in funktioniert mittels Handysignatur oder Bürgerkarte. Danach ein Klick auf “Grüner Pass” und man gelangt zu seinen Unterlagen. Genesene oder getestete Personen können sich ihre Bestätigungen inklusive QR-Code als PDF-Datei bereits herunterladen. Die Teststraßen verschicken auch schon die richtigen Zertifikate per Link, man bekommt also automatisch die richtige PDF-Datei.

So kommt man zur Handysignatur

Die Handy-Signatur ist wie eine Unterschrift, nur elektronisch. Mithilfe des Handys ist es möglich damit online seine Identität nachzuweisen. Die Signatur kann entweder übers Internet, zum Beispiel über Finanzonline, beantragt oder persönlich bei Stellen wie Finanz- oder Postamt aktiviert werden. Weitere Infos unter www.handy-signatur.at

Nun Zertifikate auch für Geimpfte

Die nächste Ausbaustufe des Grünen Passes kommt doch schneller als vom Gesundheitsministerium erwartet: Schon ab dem heutigen Sonntag soll man neben Zertifikaten über Corona-Tests und die Genesung von einer Covid-19-Infektion auch Impfnachweise mit EU-konformen QR-Codes erstellen und abrufen können. Allerdings könne es wegen der vielen Zugriffe auf die Plattform teilweise zu Verzögerungen kommen, betonte eine Sprecherin des Ressorts gegenüber der APA.

Noch am Samstag war man im Ressort von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) davon ausgegangen, dass der Vollbetrieb mit kommender Woche starten wird. Nun sei die Umstellung doch schneller gegangen als erhofft, erklärte eine Sprecherin.

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Alle Österreicher, die weniger technikaffin sind oder keine Handysignatur haben, können sich an Gemeindeämter, Bezirksverwaltungsbehörden oder ELGA-Ombudsstellen wenden und dort ihre Unterlagen ausdrucken lassen. Außerdem drucken bald Ärzte, Apotheken und Kundenstellen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) Impfzertifikate aus.

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So sieht das Testzertifikat ausSonstiges

Über Web-App Gültigkeit prüfen

Hat man seinen Grünen Pass in Form von einem der drei Zertifikate, gilt dieser in Österreich als Zutrittsnachweis für Gastronomie, Kultur und Co. Ab 1. Juli soll dann jeder damit EU-weit problemlos Grenzen passieren können. Wie das konkret funktioniert? Über eine Web-App (greencheck.gv.at) können Kontrolleure den QR-Code auf dem Zertifikat scannen und schauen, ob der Pass gültig ist. Via Web-App kann jeder seinen Code auch selbst prüfen. Erscheint ein rotes Verbotszeichen statt einem grünen Hakerl, ist der Pass ungültig – Grund dafür könnte etwa eine abgelaufene Testung sein.

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Via Web-App wird der QR-Code auf dem Grünen Pass gescanntSonstiges
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Erscheint ein grünes Hakerl, heißt das, der Pass ist gültigSonstiges

Der große Haken: Die EU-Staaten können ihre Einreiseregeln selbst bestimmen. Demnach könnten Genesene beispielsweise in einem Staat nur eine Impfung brauchen, in einem anderen Land aber zwei Stiche. “Man sollte sich unbedingt vor Reisen über die geltenden Bestimmungen des jeweiligen Landes informieren”, betont Verena Nikolai.

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