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Trotz der Krise kräftig investiert

21.06.2021 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Amann Kaffee: Aus einer Millionen wurden drei Millionen an Investitionen.

Günther Bitschnau/wpa

Der Kaffee-Hersteller Amann Kaffee GmbH mit Standorten in Lusten­au und Schwarzenberg steht vor dem Abschluss eines rund drei Millionen Euro schweren Investitionsprogramms, das im Jänner 2020 gestartet wurde. Geschäftsleitungsmitglied Florian Amann erklärte im wpa-Gespräch, dass der Inves­titionsplan mit der Installation einer 60-Kilogramm-Röstanlage am Stammsitz in Lustenau bis zum Frühherbst 2021 umgesetzt werde. Aufgrund der Corona-Maßnahmen sei das Bau- und Investitionsprojekt zeitlich massiv verzögert worden.

Mit den rund drei Millionen Euro sind die Investitionen deutlich höher geworden als ursprünglich geplant. So war vor rund zwei Jahren von etwa einer Million Euro nur für Lustenau die Rede. Die Inves­ti­tionen beinhalten als Erweiterung einen Lager- und Logis­tikkomplex in Lustenau, eine jetzt größer ausgefallene neue Showrösterei sowie zusätzliche Büro- und Besprechungsräume. Am Hauptproduktionsstandort in Schwarzenberg wurde im Vorjahr zudem eine weitere Abpackstraße installiert.

Keine Schließung

Florian Amann trat in dem Zusammenhang Gerüchten entgegen, wonach Amann Kaffee den Hauptproduktionsstandort in Schwarzenberg auflassen und zukünftig alles in Lustenau zusammenziehen könnte. „Da gibt es nicht einmal ansatzweise eine Überlegung dazu. Das würde sich an unserem Standort in Lustenau schon aus Platzgründen niemals ausgehen.“

Er gibt zu bedenken, dass in Schwarzenberg, wo 95 Prozent der Produktion angesiedelt sind, auch mehrere entsprechend große Rohkaffee-Silos aufgestellt seien. Man habe im Gegenteil die Absicht, weitere Investitionen in die Logistik sowie in die Modernisierung der Röstanlagen in Schwarzenberg zu tätigen.

Zugesperrte Gastro

In Bezug auf die Geschäftsentwicklung sagte Amann, dass das Unternehmen von den Pandemiemaßnahmen spürbar getroffen worden sei. So setze Amann Kaffee mehr als die Hälfte des Kaffees im Gastronomie-Bereich ab. „Dieser Absatzkanal ging aus bekannten Gründen massiv zurück.“

Etwas gemildert worden sei der Rückgang durch den Umstand, dass die Menschen dafür zu Hause oder im Homeoffice mehr Kaffee konsumiert hätten. Das habe man durch den steigenden Absatz im Einzelhandel bemerkt. „Gegenwärtig ist die Situation auf unseren Absatzmärkten aber wieder sehr positiv. Wir denken, dass sich der Markt rasch erholt, sofern nicht wieder neue Überraschungen kommen.“

Amann Kaffee beschäftigt etwas mehr als 40 Mitarbeiter in Lustenau, Schwarzenberg und Zürich. Zum Umsatz macht das Familienunternehmen keine Angaben.