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Zumtobel: Trotz Krise höchster Gewinn seit 2010/2011

01.07.2021 • 09:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Umsetzung der neuen Stadionbeleuchtung der Allianz Arena konnte im Geschäftsjahr 2020/2012 abgeschlossen werden.<span class="copyright">Zumtobel</span>
Die Umsetzung der neuen Stadionbeleuchtung der Allianz Arena konnte im Geschäftsjahr 2020/2012 abgeschlossen werden.Zumtobel

Zumtobel hat das Geschäftsjahr 2020/21 mit einem besseren Ergebnis abgeschlossen.

Auch die Lichtindustrie hat unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten. Geschlossene Grenze und Baustellen haben dem Lichtkonzern Zumtobel Group besonders im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 (1. Mai 2020 bis 30. April 2021) ordentlich zugesetzt. Dennoch konnte mit einem starken vierten Quartal der höchsten Nettogewinn seit 2010/2011 erzielt werden. Das Jahresergebnis verdreifachte sich auf 45,6 Millionen Euro, verkündete Zumtobel-Chef Alfred Felder am Mittwoch im Rahmen der Bilanzpressekonferenz.

Als Gründe für das Gewinnplus nennte Felder etwa geringere Restrukturierungs-, Investitions-, Reise- und Marketingkosten, Ersparnisse durch Kurzarbeit sowie einen positiven Ertragssteuer-Effekt. Dieser betrug 11,6 Millionen Euro. „Trotz schwierigen Gegebenheiten ist es uns gut gelungen die Situation zu meistern“, meinte Felder.

Umsatzrückgang

Nichtdestotroz sank der Umsatz um 7,7 Prozent: im DACH-Raum um 3,8 Prozent, in Süd- und Osteuropa um -7,6 Prozent und in Nord- und Westeuropa um -12,1 Prozent. Besonders in Großbritanien – als wichtiger Absatzmarkt – wurden starke Rückgänge verzeichnet, das habe sich jedoch mit dem Brexit wieder gedreht. Laut Finanzvorstand Thomas Tschohl sei eine starke Dynamik festzustellen. Im Heimatmarkt Österreich verzeichnete Zumtobel hingeben ein Umsatzplus von 7,8 Prozent.

Der CEO nannte einige Vorzeigeprojekte, die im vergangenen Geschäftsjahr abgeschlossen werden konnten. So erhellt Zumtobel den neuen Apple-Campus in Kalifornien, lieferte Licht-Komplettlösungen für Lager des neuen Kunden Amazon und hat Stadionbeleuchtung für die Allianz in München fertiggestellt.

Umstrukturirung

Nach Angaben in der Bilanz ist die Zahl Vollzeitkräfte inklusive Leiharbeiter von 6039 im Geschäftsjahr 2019/2020 auf nunmehr 5813 gesunken. Mitarbeiter in Österreich wurden von April 2020 bis Ende Dezember 2021 in Kurzarbeit geschickt.
Beim Mitarbeiterstand und den Werken gibt es laut Felder keinen Änderungsbedarf mehr. Die Umstrukturierung der Zumtobel Group ist abgeschlossen, hieß es. Im Geschäftsjahr 2018/2019 hatte es einen Wechsel im Vostandsteam gegeben. Zeitglich wurden umfassenden Kostensenkungsmaßnahmen eingeführt.

Ziel: Wachstum

Erstmals seit der Corona-Pandemie gab der Vorstand einen Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr. Obwohl weiter Unsicherheiten im Hinblick auf die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bestehen. So belasten aktuell deutlich gestiegenen Rohstoffpreise und Chipmangel das Unternehmen. Die Stahl und Kupferpreise seien zwischen 30 und 70 Prozent gestiegen- eine Erhöhung, die teilweise an die Kunden weitergegeben wird

Insgesamt sieht der Vorstand die Zumtobel Group für ein Wachstum gut aufgestellt. Felder erwartet für das Geschäftsjahr 2021/2022 eine Steigerung der Umsatzerlöse in einer Größenordnung von vier bis sieben Prozent und rechnet mit einer EBIT-Marge von vier bis fünf Prozent.

Klimaneutralität

Neben dem geplanten Wachstum verfolgt Zumtobel auch neue Strategieziele. So will der Konzern bis 2025 Klimaneutralität erreichen. Zum einen soll auf Ökostrom Umgestellt sowie Abfall und Wasserverbrauch reduziert werden. Zum anderen sollen die Produkte selbst Teil einer Kreislaufwirtschaft werden Konktet: Leuchten sollen wiederverwendbar sein. Im Laufenden Geschäftsjahr lauten die Ziele den Strom zu 50 Prozent aus erneuerbaren Energien zu beziehen, den Abfall um 15 Prozent zu verringern und das Recycling zu eröhen. Zumtobel setz berteits auf Photovoltaik-Anlagen und ist dem Klima-Pakt beigereten.

Digitalisierung

Daneben zählt auch die Digitalisierung zu den neuen Strategiezielen. In erster Linie sollen die derzeit noch analogen Prozessabläufe im Unternehmen durchgängig – also vom Auftragseingang bis zum After-Sales – digitalisiert werden. „Der Grundstein ist gelegt, um die Zukunft zu gestalten“, meinte Felder.

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