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Frastanz will regionale Lösung beim Müll

12.07.2021 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei Loacker in Frastanz soll für die nächsten Jahre ein ASZ entstehen. <span class="copyright">Marktgemeinde Frastanz</span>
Bei Loacker in Frastanz soll für die nächsten Jahre ein ASZ entstehen. Marktgemeinde Frastanz

Beim Altstoffsammelzentrum hofft man auf Zustimmung der Nachbargemeinden.

Acht Gemeinden im Walgau haben 2017 beschlossen, mit einem Altstoffsammelzentrum ein neues Serviceangebot für die Entsorgung von Wert-, Rest-, und Problemstoffen anbieten zu wollen. Ein zunächst ins Visier genommenes Grundstück erwies sich als nicht bebaubar, da es in der Landesgrünzone liegt und zudem überschwemmungsgefährdet ist. Nach vier Jahren drängt nun die Zeit. Langfristig plant man zwar weiterhin den Bau eines gemeinsamen Altstoffsammelzentrums. Bis zu dessen Umsetzung kann es aber noch dauern. Die intensive Suche nach einem geeigneten Standort für eine Zwischenlösung führte jetzt zum bestehenden Entsorgungsbetrieb der Firma Loacker in Frastanz. Wenn die übrigen sieben Gemeinden zustimmen, kann dort das gemeinsame Altstoffsammelzentrum schon bald seinen Betrieb aufnehmen, erklärt man vonseiten der Marktgemeinde.

Zusammenarbeit notwendig

In Vorarlberg gibt es schon mehrere regionale Altstoffsammelzentren. Die Investitionen und der Personalaufwand für solche Zentren sind erheblich und für kleinere Gemeinden alleine kaum zu stemmen, weshalb sich hier Kooperationen von mehreren Kommunen bewährt haben. So betreibt etwa die Stadt Feldkirch neben dem eigenen Altstoffsammelzentrum in Gi­singen auch das AZS Vorderland in Sulz. Auch Düns, Dünserberg, Frastanz, Göfis, Röns, Satteins, Schlins und Schnifis haben sich in einem Grundsatzbeschluss zu einer solchen Zusammenarbeit entschieden.

Gemeinsam mit dem Umweltverband sei die Standortfrage intensiv erörtert worden. Mit dem in Frastanz bestehenden Betrieb der Loacker Recycling GmbH habe man jetzt eine rasch realisierbare Lösung gefunden, ist man in Frastanz überzeugt. Der Betrieb liegt nur etwa 200 Meter von der Autobahnabfahrt entfernt. Auch die umfangreichen Öffnungszeiten mit über 40 Stunden pro Woche sprächen für diesen Standort.

Niedrige Investitionskosten

Die Investitionskosten sollen sich in Grenzen halten, weil der Betrieb von sich aus bereits viele der notwendigen Einrichtungen bietet. Den Gemeinden entstünden somit keine zusätzlichen Kosten für die Einrichtung des ASZ, heißt es auf NEUE-Anfrage. Die Kosten wären dem geplanten Übereinkommen mit dem Entsorgungsunternehmen abgegolten. Der Vertrag mit Loacker, sofern er durch die Zustimmung aller Gemeinden zustande kommt, ist auf vorläufig fünf Jahre befristet und endet spätestens nach zehn Jahren. Bis dahin hat man Zeit, ein geeignetes Grundstück für einen Neubau in möglichst zentraler Lage zu finden.

Dabei werden mögliche Kombinationen mit Bauhof- und anderen kommunalen Einrichtungen geprüft. Die Frastanzer Gemeindevertretung sprach sich nach einer Diskussion über die Vor- und Nachteile dieser Zwischenlösung in der Sitzung am 8. Juli einstimmig dafür aus.

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