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Größter Rückgang bei Firmenpleiten

12.07.2021 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Zahl der eröffneten Privatinsolvenzverfahren ist in Vorarlberg gestiegen.    <span class="copyright">apa/Gindl</span>
Die Zahl der eröffneten Privatinsolvenzverfahren ist in Vorarlberg gestiegen. apa/Gindl

Vorarlberg liegt bei Firmenpleiten unter dem Bundestrend.

Der AKV Europa – Alpenländischer Kreditorenverband hat gestern die Insolvenzstatistik für das erste Halbjahr 2021 veröffentlicht. Laut der ist in Vorarlberg bundesweit der größte Rückgang an eröffneten Firmeninsolvenzen zu verzeichnen. Hier ist es bei den eröffneten Verfahren im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 zu einem Rückgang von 66,67 Prozent gekommen. Der bundesweite Schnitt liegt bei 36,1 Prozent.

In absoluten Zahlen sind die eröffneten Firmeninsolvenzen von 30 auf zehn gesunken. Mit Verbindlichkeiten in der Höhe von über 91 Millionen Euro befindet sich dabei das Hotel Schäfer in Fonanella an erster Stelle. In diesem Verfahren wurde am 15. April 2021 ein Sanierungsplan in Höhe von 23 Prozent zahlbar binnen zwei Jahren abgeschlossen.

Angleichung erst 2022

Auf den nächsten Plätzen sind ausnahmslos Privatpersonen zu verzeichnen. Auf Platz zwei und drei waren Personen aus Lustenau mit jeweils über vier Millionen Euro an Schulden.

Der AKV geht davon aus, dass bei den Firmeninsolvenzen ein Angleichen an die Verfahrenszahlen von 2019 vor Ausbruch der Corona-Pandemie erst 2022 zu verzeichnen sein wird. Einen Anstieg gibt es in Vorarlberg hingegen im Vergleich der beiden Halbjahre bei den eröffneten Privatinsolvenzen. Der beträgt 10,27 Prozent – wobei bundesweit ein Rückgang von 4,56 Prozent zu verzeichnen ist. Über 146 Personen wurde im ersten Halbjahr des Vorjahres ein Privatinsolvenzverfahren eröffnet. 161 waren es in diesem Jahr. Betroffen davon waren 103 Männer und 58 Frauen.

Strolz GmbH wieder völlig offen

Im Vorjahr wurde bekanntlich auch das Verfahren betreffend der Strolz GmbH eröffnet. Dabei ist wie berichtet aufgrund dessen, dass dem Rekurs gegen die Bestätigung des Sanierungsplans Folge gegeben wurde, der abgeschlossene Sanierungsplan als hinfällig zu betrachten. Das Verfahren wurde daher in ein Konkursverfahren umgewandelt und somit ist der Ausgang des Verfahrens damit wieder vollkommen offen, informiert der AKV.

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