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Sieben Mal in einer Nacht eingebrochen

21.07.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Mann wurde am Landesgericht Feldkirch verurteilt.      <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Mann wurde am Landesgericht Feldkirch verurteilt. Hartinger

18 Monate Gefängnis für 44-jährigen Albaner wegen Einbrüchen in Nenzing.

Die sieben Einbrüche in Nenzinger Wohnhäuser in einer einzigen Nacht im Oktober 2014 seien besonders verwerflich, weil die Opfer in ihren Wohnstätten anwesend gewesen seien und dort zur Tatzeit geschlafen hätten. Das sagte Richterin Sabrina Tagwercher in ihrer Urteilsbegründung.

Der Schöffensenat unter ihrem Vorsitz verurteilte den angeklagten 44-Jährigen am Dienstag am Landesgericht Feldkirch wegen gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls mit einer Beute im Wert von weniger als 5000 Euro zu einer Zusatzstrafe von 18 Monaten Gefängnis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Richter hatten bei der Strafbemessung Rücksicht auf eine Schweizer Verurteilung des Albaners von 2018 wegen Diebstahls zu nehmen.

Dreistigkeit

Der Strafrahmen betrug ein bis zehn Jahre Haft. Der Gesetzgeber ahnde Einbrüche in Wohnstätten streng, merkte Tagwercher an. Schließlich wollten sich deren Bewohner in den eigenen vier Wänden sicher fühlen. Dieses Sicherheitsgefühl habe der Angeklagte mit der Dreistigkeit seines Vorgehens verletzt, meinte Staatsanwalt Philipp Höfle.

Bei einem Tatort in Nenzing wurden bei einer Terrassentür im Bohrloch DNA-Spuren des Angeklagten sichergestellt. Deshalb und wegen der ähnlichen Vorgangsweise ging das Gericht davon aus, dass der Angeklagte in der Nacht von 28. auf 29. Oktober alle sieben angeklagten Einbruchsdiebstähle in Nenzinger Wohnstätten begangen hatte. Davon waren vier Taten beim Versuch geblieben.

Freigesprochen wurde der Untersuchungshäftling im Zweifel mangels Beweisen vom zusätzlichen Vorwurf, er habe in den beiden Nächten zuvor in Tirol acht weitere ähnliche Einbruchsdiebstähle in Wohnstätten verübt.

Es sei verwunderlich, dass der Angeklagte auch jenen Wohnungseinbruch in Nenzing bestritten habe, bei dem seine DNA gefunden wurde, sagte Richterin Tagwercher. Verteidiger Andreas Mandl beantragte einen Freispruch von allen 15 angeklagten Einbrüchen.

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