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Architekt Bader erweitert das Marianum

03.08.2021 • 19:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Bildungs- und Kindercampus Marianum soll um eine Kinderbetreuungseinrichtung erweitert werden. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Bildungs- und Kindercampus Marianum soll um eine Kinderbetreuungseinrichtung erweitert werden. Hartinger

Dornbirner Büro ist Sieger des Architekturwettbewerbs der Diözese.

Der im März dieses Jahres von der Diözese Feldkirch ausgelobte Architekturwettbewerb ist geschlagen. Das Dornbirner Büro Bernardo Bader Architekten setze sich gegen sieben Mitbewerber durch. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Architekt Marte tagte am 5. Juli. Das Votum fiel auf einstimmig aus, besonders hervorgehoben wurde die städtebauliche und innenräumliche Qualität des Entwurfes. Für vier weitere Büros gab es Anerkennungspreise (Cukrowicz Nachbaur, Berktold Weber, Reitbrugger & Gau, Xander).
Bernardo Bader Architekten ergänzen das in den 1960ern, nach den Plänen von Architekt Werber Pfeifer erbaute Schüler- und Studentenheim bzw. den nunmehrigen Bildungs- und Kindercampus mit einem zweigeschossigen L-förmigen Riegelbaukörper, wodurch zwischen Neubau und Bestand eine Art Hofsituation entsteht. Das neue Gebäude ist als Sichtbetonbau mit großzügigen Holzrahmenfenstern konzipiert, als Fassaden-Alternative schlagen die Architekten eine hochwertig texturierte Putzoberfläche vor.
Laut Jurybericht kann die „auf den Bestand referenzierende Planung sowohl städtebaulich, räumlich-gestalterisch sowie funktionell durch ihr stringentes und zugleich in flexiblen Raumschichten gedachtes Konzept punkten“.

Platz für sechs Gruppen

Die Fläche des gewidmeten Grundstücks (siehe Foto) – bislang ein Fußballplatz – beläuft sich auf knapp 2500 Quadratmeter. Gemäß Ausschreibung sollen im Neubau insgesamt sechs Kleinkind- beziehungsweise Kindergartengruppen Platz finden. Ebenfalls eingeplant sind unter anderem Bewegungs-, Personal- und Therapieräumlichkeiten. Die bestehenden Parkplätze sollen aufgelassen und durch Tiefgaragenplätze ersetzt werden. Geplant sind 25 bis 30 unterirdische Stellplätze.
Für die Errichtungskosten sind laut Diözese 5,4 Millionen Euro veranschlagt (ohne Kellergeschoss). Bis wann die neue Kinderbetreuungseinrichtung in Betrieb gehen soll, ist aus den Wettbewerbsunterlagen nicht ersichtlich.

 Oben: Architekturmodell zum Siegerentwurf von Bernardo Bader Architekten. Rundes Bild: Grundriss. <span class="copyright">Bernardo Blader Architekten</span>
Oben: Architekturmodell zum Siegerentwurf von Bernardo Bader Architekten. Rundes Bild: Grundriss. Bernardo Blader Architekten

Bestand

Das Marianum in Bregenz ist eines der größten kirchlichen Bauwerke in Vorarl­berg. Im Jahr 1959 wurde mit dem Bau des Unterstufen- und Wirtschaftstraktes begonnen, im September 1965 war der Oberstufentrakt bezugsfertig und nach zwei weiteren Jahren konnte die Kapelle eingeweiht werden. In den letzten Jahren hat sich das Marianum von einem Schüler- und Studentenheim zu einem Bildungs- und Kindercampus entwickelt. Mittlerweile sind dort neben dem Studieninternat und Studentenheim ein englischer Kindergarten, eine Spielgruppe eine Wohngruppe der Stiftung Jupident, eine Einrichtung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Rankweil sowie Klassenräume der Neuen Mittelschule Marienberg und die Betriebskinderbetreuung des Landeskrankenhauses Bregenz untergebracht.
Nach Angaben der Diözese Feldkirch braucht es nun dringend neue Räumlichkeiten. Als Grund werden die personelle Entwicklung am LKH Bregenz sowie die Kinderbetreuungssituation in der Landesverwaltung angegeben.

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