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Mehr als nur eine Bahn-Haltestelle

04.08.2021 • 19:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Feierliche Eröffnung der Haltestelle durch Bürgermeister Markus Giesinger, Landesrat Johannes Rauch und ÖBB-Bereichsleiter Hubert Hager. <span class="copyright">Lerch</span>
Feierliche Eröffnung der Haltestelle durch Bürgermeister Markus Giesinger, Landesrat Johannes Rauch und ÖBB-Bereichsleiter Hubert Hager. Lerch

Die ÖBB-Station Altach wurde am Mittwoch eröffnet.

Im Mai 2019 unterzeichneten das Land und die ÖBB das „Walgau-Rheintal-Konzept II“, das die Modernisierung von insgesamt neun Bahnhöfen und Bahnhaltestellen in Vorarlberg bis zum Jahr 2030 festschreibt. Als erstes Projekt in dieser Reihe wurde gestern die Bahn-Haltestelle Altach feierlich eröffnet. Es gibt neue Lifte und eine Personenunterführung, barrierefreie, witterungsgeschützte Bahnsteige, eine neue Bushaltestelle, genügend Fahrradabstellplätze sowie ein neuer Vorplatz mit Altachs erster Begegnungszone. Sogar eine Blumenwiese wurde – in Kooperation mit der Kummenberg-Gemeinde Altach – entlang des Bahnsteigs angelegt. ÖBB, Land und Kommune haben gemeinsam rund elf Millionen Euro in das Projekt inves­tiert. Der Bahnhof Götzis und die Haltestelle Klaus sollen als nächstes modernisiert werden.

Die Station gilt als „Musterbeispiel“ für optimale Verknüpfung verschiedener Mobilitätsformen.<span class="copyright">ÖBB</span>
Die Station gilt als „Musterbeispiel“ für optimale Verknüpfung verschiedener Mobilitätsformen.ÖBB

Zahlen und Daten

Baubeginn: Frühjahr 2020

Fertigstellung: August 2021

Kosten: 11 Millionen Euro

Mobilitätslandesrat Johannes Rauch (Grüne) bezeichnete die neue Bahn-Haltestelle als „Mus­terbeispiel“ für die optimale Verbindung verschiedenster Mobilitätsformen. „Hier geht es nicht mehr nur um das Aus- und Einsteigen. Der Umstieg aufs Rad oder den Bus ist hier auf kurzem Wege möglich.“ Rauch will den dichtesten und bes­ten öffentlichen Verkehr nach der Großstadt Wien haben. Dazu gehöre auch „die Etablierung einer Umstiegskultur, die die unterschiedlichen Formen der Mobilität attraktiv miteinander verknüpft.“

Seit Mitte der 1980er-Jahre prägten rote ­Wartehäuschen das Bild der Haltestelle. <span class="copyright">Gemeinde Altach</span>
Seit Mitte der 1980er-Jahre prägten rote ­Wartehäuschen das Bild der Haltestelle. Gemeinde Altach

Hubert Hager, Geschäftsbereichsleiter in der ÖBB-Infrastruktur AG, danke dem Land, der Gemeinde, Anrainern sowie den beteiligten ÖBB-Mitarbeitern und bauausführenden Firmen. Der Umbau während des Bahnbetriebs sei eine besondere Herausforderung gewesen. „Trotz des Einsatzes von schweren Baugeräten, dem Neubau der Bahnsteige sowie eines Personentunnels konnte das gewohnt hohe Pünktlichkeitslevel der Züge in Vorarlberg weitgehend erreicht werden“, so Hager.

Eröffnung neuer Bahnhof in Altach.<span class="copyright">Lerch</span>
Eröffnung neuer Bahnhof in Altach.Lerch

Altachs Bürgermeister Markus Giesinger bezeichnet die neue ÖBB-Haltestelle als „richtiges Schmuckstück“. Das gesamte Areal sei im Zuge der Neugestaltung perfekt konzipiert und durchdacht worden. „Neben den barrierefreien Zugängen zu den Bahnsteigen, den doppelstöckigen Fahrradabstellanlagen und der farblich gestalteten Begegnungszone war uns als Gemeinde auch der Erhalt des bestehenden Baumbestandes ein wichtiges Anliegen.“ Wegen letzterem musste die ÖBB fertige Pläne noch einmal ändern. Zudem freut sich Giesinger darüber, dass die Verbindung beziehungsweise Taktung zwischen Zug und Bus verbessert werden konnte. Die Bahn-Haltestelle Altach wird je nach Wochentag von 1000 bis 2000 Personen frequentiert.

fakten

• Neubau eines Personentunnels

• Taktiles Leitsystem

• Errichtung von Stiegenaufgängen zu den Bahnsteigen sowie Einbau von Liftanlagen

• Erneuerung der Bahnsteige mit Erhöhung der Bahnsteigkanten auf barrierefreie 55 Zentimeter und Verlängerung auf 220 Meter

• von neuen Bahnsteigdächern sowie Überdachung der Zugangsbereiche

• Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes

• Neubau einer Busschleife samt Überdachung

• Errichtung von ca. 270 B+R-Plätzen und die Vorbereitung für weitere 80 Fahrradboxen und 11 Moped-Abstellplätze

• Begrünungen mit einheimischen Pflanzen

• Blumenwiese direkt neben der Haltestelle

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