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Besteckgabel gegen Kopf gestochen

05.08.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Frau soll Lebensgefährten auch Rippenbrüche zugefügt haben. Prozess vertagt.

Opfer von schwerer Gewalt soll der damalige Lebensgefährte der Angeklagten bei zwei Vorfällen gewesen sein. Die Bregenzerin hat ihn nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Feldkirch im April 2020 mit einem Tritt zu Boden gebracht. Danach soll die Frau ihrem auf dem Boden liegenden Freund mit Tritten mehrere Rippen gebrochen haben. Dazu lautet die Anklage auf absichtlich schwere Körperverletzung, mit einem Strafrahmen von ein bis zehn Jahren Gefängnis.
Angeklagt wurde die 39-Jährige auch wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung. Demnach soll sie heuer im März in der gemeinsamen Wohnung mit einer Besteckgabel mehrfach auf den Kopf ihres Partners eingestochen und ihm dabei blutende, leichte Wunden zugefügt haben.

Zeuge nicht erschienen

Im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch erging am Mittwoch noch kein Urteil. Richter Andreas Böhler hat die Verhandlung auf September vertagt, weil das mutmaßliche Opfer als Zeuge unentschuldigt nicht erschienen ist.

Der Prozess am Landesgericht Feldkirch wurde vertagt. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Prozess am Landesgericht Feldkirch wurde vertagt. Hartinger

Zu dem Zwischenfall mit den Gabelstichen bekannte sich die unbescholtene Angeklagte schuldig. Aber sie habe ihren Lebensgefährten damit nicht verletzen wollen. Das sei angesichts der unter die Kopfhaut gehenden Stiche nicht logisch, merkte dazu Richter Böhler an. Die Angeklagte gab vor Gericht zu Protokoll, ihr Lebensgefährte habe sie provoziert, indem er sie als dumm bezeichnet habe. Deshalb und wegen ihrer Alkoholisierung habe sie zugestochen, als sie nebeneinander auf der Couch gesessen seien.

Unglücklich gestürzt

Zu den angeklagten Rippenbrüchen sagte die von Daniel Wolff verteidigte Angestellte, sie sei nicht schuldig. Er sei in schwer alkoholisiertem Zustand ohne ihr Zutun in der gemeinsamen Wohnung unglücklich gestürzt und habe sich dabei die schweren Verletzungen zugezogen. Bei einem nicht angeklagten Vorfall von 2016 habe sie ihm in die Rippen getreten, weil er nach einem Sturz nicht aufstehen wollte.

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