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Braubranche trotzt trübem Sommerwetter

05.08.2021 • 19:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Brauereiverantwortlichen sind zufrieden mit dem Verlauf nach Öffnungen im März.<span class="copyright">Hartinger</span>
Die Brauereiverantwortlichen sind zufrieden mit dem Verlauf nach Öffnungen im März.Hartinger

Stimmung ist seit Öffnungsschritten nach dem Corona-Lockdown wieder im Aufwind.

Alljährlich wird am ersten Freitag im August der „Internationale Tag des Biers“ begangen. Die Österreicher gehören mit rund 107 Litern Bier, die pro Kopf und Jahr im Durchschnitt getrunken werden, zu den fleißigsten Biertrinkern in Europa. Die Vorarlberger sind einer Umfrage des Brauereiverbands aus dem vergangenen September zufolge Spitzenreiter in Österreich. Immerhin haben 42,5 Prozent der im Ländle Befragten angegeben, mindestens einmal pro Woche ein Glas des Gerstensaftes zu trinken. Auf Platz zwei hinter Vorarlberg liegen Salzburg und Oberösterreich mit jeweils 38,5 Prozent.

Niveau von 2019 noch nicht erreicht

Allerdings ist die Corona-Pandemie auch am Bierabsatz nicht spurlos vorbeigegangen. Vor allem die Schließungen in der Gastronomie haben sich negativ bemerkbar gemacht. Mittlerweile ist die Branche aber wieder im Aufwind, wie Wolfgang Sila, Geschäftsführer der Brauerei Fohrenburg in Bludenz, berichtet. Das Niveau aus dem Jahr 2019 habe man jedoch noch nicht erreicht. Dies zeige sich auch bei den Veranstaltungen. Deren Zahl sei ebenfalls noch nicht so hoch wie vor der Pandemie, aber auch hier gehe es aufwärts – vor allem bei den Sportvereinen, weil dort wieder mehr Zuschauer erlaubt seien. Insgesamt hat sich das Geschäft seit den Öffnungen laut Sila „sehr positiv“ entwickelt.

Balance finden

Auch was das Wintergeschäft angeht, sind die Verantwortlichen der Bludenzer Brauerei durchaus optimistisch. Derzeit laufe gerade die Produktion für die Wintereindeckung an. Dabei gehe es darum, gemeinsam mit den Kunden die richtige Balance zu finden. Denn Nachlieferungen seien auf entlegenen Hütten nicht oder nur unter großem Aufwand möglich.

Das trübe Wetter lädt nicht unbedingt zum Biertrinken ein. <span class="copyright">Hartinger</span>
Das trübe Wetter lädt nicht unbedingt zum Biertrinken ein. Hartinger

Weniger Freude bereitet den heimischen Bierbrauern das regnerische Wetter der vergangenen Wochen. Schließlich gehe man eher bei sonnigem Wetter in den Gastgarten, erzählt Andreas Linder von der Mohrenbrauerei. Auch Grillpartys im privaten Bereich seien bei Regenwetter eher die Ausnahme. Dennoch sind die Verantwortlichen der Dornbirner Brauerei mit dem bisherigen Jahresverlauf zufrieden. Gerade Anfang des Jahres seien die Aussichten nicht unbedingt rosig gewesen, weil die Planungssicherheit gefehlt habe. Dies habe sich mittlerweile geändert. „Eine der größten Herausforderungen war es, bereit zu sein, wenn es wieder losgeht“, erläutert Linder. Zugleich seien die vergangenen Monate eine spannende Zeit gewesen. Durch die Pandemie habe man viele Dinge – etwa im Marketing – anders machen müssen als sonst üblich. Das habe teilweise für frischen Wind gesorgt. Linder hat jedoch keinen Zweifel, dass es für die Brauer wieder aufwärts gehen wird. Allerdings werde es hier auch auf die weitere Entwicklung der Pandemie ankommen. Die Dornbirner Brauereiverantwortlichen gehen jedoch davon aus, dass es zu keinen größeren Einschränkungen mehr kommen wird.

“Enttäuschendes Wetter”

Durchaus guter Stimmung ist auch Mario Rothmund von der Brauerei Frastanz. Er berichtet ebenfalls von einer „sehr positiven“ Entwicklung seit den ersten Öffnungsschritten. Doch auch im Oberland hadern die Brauer mit dem „enttäuschenden Wetter“, das nicht unbedingt zum Gastgarten-Besuch oder zur privaten Grillerei einlädt. Allerdings heißt es für die Bierbrauer derzeit noch warten, wenn es um sonnigeres Wetter geht. Denn den Prognosen zufolge dürfte die trübe Witterung noch ein wenig andauern.

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