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Kein Haftaufenthalt trotz 20 Vorstrafen

06.08.2021 • 06:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Hartinger

Geldstrafe und bedingte Freiheitsstrafe: Mann drohte mit Schlägen.

Trotz seiner bereits 20 Vorstrafen und des neuerlichen Schuldspruchs muss der 55-Jährige nicht ins Gefängnis. Verurteilt wegen versuchter Nötigung, kam der geständige Teilzeitangestellte am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch mit einer bedingten Haftstrafe von fünf Monaten und einer unbedingten Geldstrafe von 1200 Euro (300 Tagessätze zu je vier Euro) davon..

Mildes Urteil

Mit dem milden Urteil von Richter Christoph Stadler waren der Angeklagte und Staatsanwältin Julia Berchtold einverstanden. Die Entscheidung ist dennoch nicht rechtskräftig, weil der Angeklagte ohne Verteidiger zur Hauptverhandlung erschien und deshalb automatisch drei Tage Bedenkzeit erhielt. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Haft gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht zehn Monaten Haft.

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der Dornbirner Ende Juni in einem Obdachlosenheim zu einem Mitbewohner gesagt, er werde auf dem Boden liegen, wenn er ihn noch einmal in der Küche erwische. Damit drohte er dem Opfer nach Ansicht des Richters damit, es zusammenzuschlagen.

Noch nicht geurteilt wurde zur Vermeidung von Verfahrensverzögerungen am Donnerstag über den zusätzlichen Anklagevorwurf der Körperverletzung. Demnach soll der Angeklagte dem Mitbewohner mit einem Faustschlag ins Genick eine Zerrung der Halswirbelsäule zugefügt haben. Dazu bekannte er sich nicht schuldig. Richter Stadler meinte, es müssten noch ärztliche Unterlagen zur Verletzung eingeholt werden. Er warnte den Angeklagten vor einer hohen Haftstrafe für den Fall einer neuerlichen Verurteilung.
Nicht vollzogen wird die bedingte Haftstrafe von vier Monaten aus der Verurteilung von 2019 wegen Nötigung und Amtsanmaßung. 2018 hat der Angeklagte in Dornbirn eine Radfahrerin zum Anhalten gezwungen und sich dabei als Polizist ausgegeben.

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