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Gedroht, gestohlen: 4800 Euro Geldstrafe

07.08.2021 • 06:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Bezahlung per Bankomatkarte funktionierte nicht. <span class="copyright">Symbolbild/apa/dpa</span>
Die Bezahlung per Bankomatkarte funktionierte nicht. Symbolbild/apa/dpa

Vorbestrafter beging Morddrohung und Lebensmitteldiebstahl bei Tankstelle.

Der Bauarbeiter verdient nach eigenen Angaben monatlich zumindest 2000 Euro netto. Der mit einer Vorstrafe belastete Angeklagte wurde nun am Landesgericht Feldkirch wegen gefährlicher Drohung und Diebstahls zu einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 4800 Euro (240 Tagessätze zu je 20 Euro) verurteilt. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht vier Monaten Haft.

Nicht rechtskräftig

Mit dem Urteil von Richter Christoph Stadler waren der Angeklagte und Staatsanwältin Julia Berchtold am Ende der Hauptverhandlung einverstanden. Die Entscheidung ist dennoch nicht rechtskräftig, weil der Angeklagte ohne Anwalt erschienen ist und deshalb automatisch drei Tage Bedenkzeit erhält.

Ohne Bezahlen gegangen

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der 25-Jährige am 4. Juni bei einer Feldkircher Tankstelle zwei Straftaten begangen. Demnach hat er einem Mitarbeiter der Tankstelle damit gedroht, ihn umzubringen und ihn niederzuhauen. Zudem hat der ledige Mann im Tankstellenshop nach Ansicht des Richters Lebensmittel im Wert von 25 Euro gestohlen. Zuerst habe der Angeklagte erfolglos versucht, seinen Einkauf mit seiner Bankomatkarte zu bezahlen, sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Danach sei er, ohne bezahlt zu haben, mit den Lebensmitteln weggegangen.

Für den 25-Jährigen gab es zum zweiten Mal eine Geldstrafe. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Für den 25-Jährigen gab es zum zweiten Mal eine Geldstrafe. Symbolbild/Hartinger

Der Angeklagte sagte vor Gericht, er sei zur angeklagten Tatzeit stark alkoholisiert gewesen und habe deshalb keine Erinnerung an die ihm zur Last gelegten Vorfälle. Mildernd wertete der Strafrichter die Alkoholisierung des Angeklagten bei der Begehung der Straftaten. Erschwerend wirkten sich die Vorstrafe und der Umstand aus, dass zwei Vergehen verübt wurden.

Schon einmal Geldstrafe

Auch bei seiner Vorstrafe ist der junge Mann aus dem Bezirk Feldkirch zu einer Geldstrafe verurteilt worden. 2016 wurde er am Bezirksgericht Feldkirch wegen Betrugs schuldig gesprochen.

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