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Schlafendes Mädchen missbraucht

09.08.2021 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Feldkircher Landesgericht war der 22-Jährige verurteilt worden. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Am Feldkircher Landesgericht war der 22-Jährige verurteilt worden. Klaus Hartinger

Urteil bestätigt: Teilbedingte Gefängnisstrafe für Unbescholtenen.

Wegen des Verbrechens des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person wurde der unbescholtene 22-Jährige zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, zu verbüßende Teil zwei Haftmonate. Die anderen 16 Monate wurden für eine Bewährungszeit von drei Jahren bedingt nachgesehen. Das Urteil wurde in den zweiten Instanzen bestätigt und ist nun rechtskräftig. Der Strafrahmen belief sich auf ein bis zehn Jahre Gefängnis.

Nach Ansicht der Richter hat der damals 21-jährige Angestellte aus dem Bezirk Feldkirch die 16-Jährige aus dem Bezirk Dornbirn in der Nacht auf 11. Mai 2020 in ihrem Bett während ihres Schlafes gleich zwei Mal sexuell missbraucht.

Strafe bestätigt

Bereits im Mai wies der Oberste Gerichtshof (OGH) in Wien die Nichtigkeitsbeschwerde gegen den Schuldspruch des Landegerichts Feldkirch vom Jänner zurück. Nun hat das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) die vom Feldkircher Schöffensenat unter dem Vorsitz von Richter Martin Mitteregger verhängte Strafe für angemessen erachtet. Der Strafberufung des Angeklagten wurde in der Berufungsverhandlung keine Folge gegeben. Das teilte auf Anfrage OLG-Sprecher Wigbert Zimmermann mit.

Das Oberlandesgericht Innsbruck hat der Strafberufung keine Folge gegeben. <span class="copyright">Shutterstock</span>
Das Oberlandesgericht Innsbruck hat der Strafberufung keine Folge gegeben. Shutterstock

Die Jugendliche und der junge Mann hatten sich im März 2020 im Internet auf der Datingplattform Tinder kennengelernt. Sie bezeichneten ihr Verhältnis als „Freundschaft plus“ und unterhielten eine sexuell geprägte Beziehung. Nach einem Streit versöhnten sie sich im Mai 2020. Die 16-Jährige sagte zum 21-Jährigen, sie wolle vorerst keinen Sex mehr mit ihm haben. Er durfte aber am 10. Mai 2020 bei ihr schlafen.

Nein nicht akzeptiert

In jener Nacht habe der Angeklagte das Nein der 16-Jährigen nicht akzeptiert und In jener Nacht habe der Angeklagte das Nein der 16-Jährigen nicht akzeptiert und zwei Mal Sex mit dem schlafenden Mädchen gehabt, meinten die Richter. Nach dem ersten Übergriff habe sie noch einmal zu ihm gesagt, dass sie keinen sexuellen Kontakt wolle. Dennoch habe er die Schlafende im Verlaufe der Nacht ein weiteres Mal missbraucht.

Weil es zwei Übergriffe gegeben habe, sei ein Teil der Freiheitsstrafe zu verbüßen, merkte der Vorsitzende des Feldkircher Schöffensenats an.

“Geradezu hanebüchen”

Der Angeklagte beantragte einen Freispruch. Sie habe ihm im Bett zu wenig Platz gelassen, sagte er vor Gericht. Er habe nur deshalb Sex mit ihr gehabt, um sie aufzuwecken. Diese Erklärung bezeichnete der Feldkircher Senatsvorsitzende in seinem schriftlichen Urteil als „geradezu hanebüchen“.

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