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Dem Rheintal drohen bis zu 80 Hitzetage

13.08.2021 • 19:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Hartinger</span>Es wird immer heißer - auch in Bregenz.
HartingerEs wird immer heißer - auch in Bregenz.

Temperaturzunahme in Vorarlberg seit 1880 beträgt zwei Grad.

Es wird immer wärmer. Das zeigt auch der aktuelle Klimastatusbericht für Vorarlberg. Seit 1880 wurde es in Öster­reich und Vorarlberg um zwei Grad wärmer und somit fiel der Temperaturanstieg hierzulande doppelt so hoch aus, wie im globalen Durchschnitt. Lagen mit Unwetterpotenzial haben in Österreich seit 2000 um 20 Prozent zugenommen.

Es wird heißer

Auch die Zahl der Hitzetage nahm zu. „Bregenz hatte früher drei Hitzetage mit über 30 Grad. 2020 waren es schon zwölf und Ende des Jahrhunderts könnten 40 der Normalfall sein. Im Extremfall könnten es gar zwischen 60 und 80 Hitzetage werden“, rechnet Markus Niedermair vom Fachbereich Ener­gie und Klimaschutz im Amt der Vorarl­berger Landesregierung vor und verweist auf Prognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). „Wenn die Menschheit das Pariser Klimaschutzabkommen einhält, kann diese Entwicklung verhindert werden. Bei weltweit ungebremstem Wachstum der Treibhausgase wird das aber die Realität. Sehr viele Temperaturgrößen hängen causal damit zusammen, wie viel Treibhausgase die Menscheit ausstößt“, sagt Niedermair.
Die Ausführungen des Experten geben damit auch Grund zur Hoffnung. Noch, so betont Niedermair, sei es nicht zu spät, den negativen Trend zu stoppen. Zwar könnten die Klimaveränderungen nicht mehr rückgängig gemacht, allerdings bei entsprechendem Verhalten immerhin aufgehalten werden. Der Beginn müsse jetzt gemacht werden, denn das Klima habe einen langen Bremsweg. Jetzt getätigte Maßnahmen würden sich daher deutlich zeitverzögert auswirken, erklärt der Fachmann.