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Mehr als 1000 Neuinfektionen in 24 Stunden

13.08.2021 • 17:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Coronatestlabor in Wien
Coronatestlabor in Wien AP

Zum ersten Mal seit Mai in Österreich wieder über 1000 Fälle in 24 Stunden.

Binnen 24 Stunden wurden laut Dashboard von Gesundheits- und Innenministerium exakt 1005 neue Fälle gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 563 neue Fälle. Insgesamt gab es mit Freitag in Österreich 7717 aktive Fälle, um 1815 Fälle mehr als vor exakt einer Woche. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist landesweit binnen einer Woche von 38,1 auf 55,6 Fälle je 100.000 Einwohner gestiegen.

Todesfall gab es keinen, aber die Zahl der Patienten in Spitälern steigt weiter leicht an. Im Vergleich zum Vortag müssen auf den Normalstationen um fünf Patienten mehr behandelt werden, auf den Intensivstationen sank die Zahl der Coronapatienten allerdings um drei. 48 Menschen brauchen derzeit intensivmedizinische Betreuung. Insgesamt 205 Menschen waren hospitalisiert.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 357.615 PCR- und Antigenschnell-Tests durchgeführt. Davon waren 61.935 PCR-Tests. Die Positiv-Rate der PCR-Tests betrug 1,62 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt über dem Schnitt der vergangenen Woche von 1,1 Prozent.

Seit vergangenen Donnerstag starben acht Menschen an den Folgen einer Infektion. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 10.753 Tote in Österreich gefordert.

Maßnahmen werden überprüft

“Wie erwartet steigen die Infektionszahlen aufgrund der Delta-Variante weiter an. Die Lage in den Spitälern ist derzeit noch nicht besorgniserregend, aber wir müssen uns gut auf den Herbst vorbereiten”, kommentierte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) auf APA-Anfrage die jüngste Entwicklung. Die ersten Schritte habe man bereits gesetzt: “Ab Sonntag ist der 3-G-Nachweis erst bei vollständiger Grundimmunisierung, also ab dem zweiten Stich, gültig. Wir prüfen derzeit, ob weitere Anpassungen der Maßnahmen notwendig sind.”

Klar sei, “dass die Maske ein maßgebliches Instrument in der Pandemiebekämpfung bleibt und auch das Testen eine wichtige Rolle spielt”, bekräftigte der Minister. Den besten und nachhaltigsten Schutz biete allerdings die Impfung: “Ich appelliere daher einmal mehr an alle Menschen, die noch nicht geimpft sind, und ganz besonders an die Jungen: Bitte lasst euch impfen, denn dadurch schützt ihr nicht nur euch selbst – auch vor langfristigen Folgen – , sondern auch euer Umfeld.”

Impfungen unter Wochenschnitt

Am Donnerstag wurden österreichweit etwas weniger Impfungen als im Wochendurchschnitt durchgeführt: 29.326 Stiche kamen gestern hinzu. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.379.440 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 60,2 Prozent der Bevölkerung. 4.954.254 und somit 55,5 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

In Prozent ist die Zahl der Vollimmunisierten im Burgenland (62,2 Prozent) am höchsten, gefolgt von Niederösterreich (59,5 Prozent), Vorarlberg (56 Prozent), Tirol (54,5 Prozent), Steiermark (54,1 Prozent), Wien (53,2 Prozent), Salzburg (52,9 Prozent) und Kärnten (52,8 Prozent). Schlusslicht ist weiterhin Oberösterreich mit 51,6 Prozent an Vollimmunisierten. Die größte Differenz zwischen der Anzahl an Menschen mit Erstimpfung und Zahl der Vollimmunisierten weist damit die Steiermark auf – 6,6 Prozent der Menschen haben auf einen Zweitstich verzichtet oder warten noch auf Teil zwei der Impfung. Am geringsten ist der Unterschied in Vorarlberg, mit 2,3 Prozent.

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