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Der Onkel in Australien

14.08.2021 • 19:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der 22-jährige Linus Sandner ist gelernter Bootsbauer, er setzt sein Können auch manchmal bei den Boards ein und flickt diese. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Der 22-jährige Linus Sandner ist gelernter Bootsbauer, er setzt sein Können auch manchmal bei den Boards ein und flickt diese. Stiplovsek

Linus Sandner ist ein Australienfan. Im Surfmax in Hard verleiht er SUP-Boards.

Wann fühlen Sie sich frei?
Linus Sandner: Immer, wenn ich auf oder beim Wasser bin. Ich bin Krebs als Sternzeichen. Wenn ich beim Melanie-Hochhaus in Bregenz am See in der Wiese liege und höre, wie der Zug an mir vorbeirauscht, fühle ich mich frei.

Was ist Ihr Lebensmotto?
Sandner: In Australien gibt es das Sprichwort „Work to live, don’t live to work”. Die Australier leben im Paradies. Ich war mit 19 Jahren das erste Mal dort und bin vier Monate lang mit dem Van die Ostküste abgefahren, habe Leute kennen­gelernt und gesurft. Das war eine besondere Erfahrung.

Was ist Ihr größter Wunsch?
Sandner: Ich will der Onkel in Australien sein. Mein Idol ist der verrückte Australier Steve Irwin, der mit Krokodilen gekämpft hat. Ich habe mich als Kind in Australien verliebt und immer zu meiner Mama gesagt, dass ich nach Australien will. Als ich am Flughafen stand, hat sie vor Freude geweint.

Wovor haben Sie Angst?
Sandner: Vor dem Alleinsein. Ich bin ein kommunikativer Mensch und brauche Freunde, Familie und geselliges Zusammensein. Ich wünsche mir fünf Kinder, da ich aus einer großen Familie mit 14 Cousins stamme. Meine einzige Angst ist es, alt und alleine zu sein.

Sommer oder Winter?
Sandner: Endless Summer. Ich bin zwar ein begeisterter Snowboarder und Freerider, würde mich aber für den Sommer entscheiden. Ich bin ein Boardfanatiker.

Was wollen Sie noch lernen?
Sandner: Ich will neue Menschen und Kulturen kennenlernen. Ich bin fasziniert von der Hindu-Kultur mit den Tempeln und Ritualen. Mein Opa hat mich gelehrt, dass ich mich überall mit der Kultur auseinandersetzen muss. Ich hole mir die Infos lieber direkt vor Ort als aus Büchern.

Was wollen Sie der Menschheit mitteilen?
Sandner: Haie sind falsch verstandene Tiere. Filme stellen sie als Killermaschinen dar. Eigentlich sind es nur Fische mit großen Zähnen. Wenn einer auf dem Surfbrett mit Füßen und Händen paddelt, sieht das von unten wie eine Robbe aus. Mit besseren Noten wäre ich Meeresbiologe geworden.