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Hohe Holz-Nachfrage nutzt Pellets-Käufern

14.08.2021 • 15:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die steigenden Holzpreise haben bis jetzt keine Auswirkungen auf die Brennstoffe
Die steigenden Holzpreise haben bis jetzt keine Auswirkungen auf die Brennstoffe maho – Fotolia

Steigende Holzpreise lassen Brennstoff-Käufer kalt: Preise sind stabil.

Grund für den hohen Anstieg der Holzpreise und anderer Baumaterialien sind laut aktuellem Holzmarktbericht der Landwirtschaftskammer Österreich die starke Erholung der Weltkonjunktur. Aber auch Nachholeffekte im Privatkonsum und Dienstleistungssektor haben mitzuverantworten, warum die Holzpreise so stark angestiegen sind.

Auf die Brennstoffe haben die Preisexplosionen jedoch keine großen Auswirkungen. Christian Rakos, Geschäftsführer von Propellets Austria erklärt: “Die steigenden Holzpreise wirken sich bis dato nicht auf die Pelletspreise aus. Wir verzeichnen gerade zwar einen leichten Anstieg, es handelt sich hierbei allerdings um eine saisonale Erhöhung.” Laut der Preiserhebung von Propellets Austria lag der Preis pro Kilogramm Pellets im Juli 2021 bei 22,3 Cent. Im Juli des Vorjahres war der Preis mit 22,6 Cent noch etwas höher. Laut Juli-Statistik der Arbeiterkammer kann man in Kärnten bei einer Abnahme von bis zu 4 Tonnen aktuell mit Kosten zwischen 231 und 269 Euro rechnen.

“Positive Auswirkungen auf das Angebot”

Während Lieferschwierigkeiten von Holz vor allem Bauunternehmen sorgen bereiten, hat die aktuelle Situation sogar positive Auswirkungen auf das Pelletsangebot. “Aufgrund der hohen Nachfrage nach Holz gibt es auch mehr Sägereste, die für die Pelletsproduktion benötigt werden. Dies führt dazu, dass zurzeit viel Pellets-Brennstoff hergestellt werden kann“, erklärt Rakos die aktuelle Situation.

“Konzentration der Marktmacht”

Auch Franz Seebacher, der in seinem Holzbauunternehmen in Klagenfurt-Viktring Hackschnitzel anbietet, bemerkt keine Preiserhöhungen: “Derzeit wirken sich die gestiegenen Holzpreise nicht auf die Preise von Hackschnitzeln aus. Ich glaube auch nicht, dass dies in Zukunft der Fall sein wird.” Die Gründe liegen laut ihm vor allem an den niedrigen Preisen in den Hauptimportländern Slowenien und Kroatien. “Aber auch Absprachen zwischen den großen Playern am Markt kann ich mir gut vorstellen”, so Seebacher. Letztere sieht er jedoch auch mitverantwortlich für die explodierenden Holzpreise: “Derartige Preissteigerungen hat es noch nie gegeben. Ich denke, dass dabei auch die Konzentration der Marktmacht eine wichtige Ursache darstellt.”

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