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Kommandant der größten Feuerwehr

14.08.2021 • 19:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Landesfeuerweharzt Gerold Hämmerle ist „nebenbei“ auch noch Kommandant in Dornbirn.

Schon seit 35 Jahren ist Gerold Hämmerle Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr in Dornbirn. Obwohl er nicht aus einer klassischen Feuerwehrfamilie kommt, war sein Einstieg bei der Blaulichtorganisation durchaus auch ein typischer. Gemeinsam mit mehreren Freunden, deren Väter schon bei der Wehr waren, ist er mit 16 Jahren beigetreten. Die Kameradschaft und auch die Technik waren für ihn damals reizvoll. Menschen in Not zu helfen, war ein angenehmer Nebeneffekt, aber sicher keiner der Gründe, um Feuerwehrmann zu werden: „An so etwas denkt man mit 16 noch nicht“, gibt der 51-Jährige zu und lacht.

Zeit für ein Medizinstudium

Beruflich war der Dornbirner in seinen Jugendjahren nicht ganz so zielstrebig wie am Beginn seiner Feuerwehrlaufbahn. Erst hat er das Gymnasium absolviert und dann auch noch den Aufbaulehrgang an der HTL abgeschlossen. „Ich hätte danach auch schon einen Job in Aussicht gehabt, aber ich dachte: Jetzt ist es Zeit für ein Medizinstudium.“ Auch dieses hat er schließlich abgeschlossen und seine Berufswahl bis heute nicht bereut.

“Gefährliche Stoffe” und Strahlenschutz

Schon in der Schule hatte er eine Leidenschaft für Chemie und Physik. Diese lebte er später dann auch als Feuerwehrmann aus, indem er sich auf die Themenbereiche „Gefährliche Stoffe“ und Strahlenschutz spezialisierte. Viele Einsätze gibt es in diesem Spezialgebiet zwar nicht, dennoch bereitete es Hämmerle Freude, sich mit der Thematik zu befassen. Zehn bis 15 Mal pro Jahr muss die Dornbirner Feuerwehr im Schnitt zu Gefahrstoffeinsätzen ausrücken, wenn man Gasmessungen mitzählt, berichtet der heutige Kommandant. So gesehen seien die Spezialisten in diesem Gebiet die „größten Meister im Üben“, meint er mit einem Grinsen.

Zwölf Jahre als Stellvertreter

In die Funktion als Kommandant ist er in gewissem Maße hineingerutscht. Zwölf Jahre lang hat er von 2004 bis 2016 seinen Vorgänger als Stellvertreter unterstützt. Als dieser sich dann schließlich aus dem Amt zurückzog, gestaltete sich die Suche nach einem Nachfolger schwierig. Und so erklärte sich Hämmerle bereit, neuer Kommandant zu werden. Als junger Mensch habe er sich nicht vorstellen können, jemals eine derartige Funktion zu übernehmen. Mittlerweile hat er aber Freude daran, sich mit strategischen Fragen oder auch der Personalplanung zu beschäftigen. An der Spitze der größten Vorarlberger Feuerwehr gibt es diesbezüglich auch genug zu tun.