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Über ein Dutzend Lehrer fehlen noch

16.08.2021 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am 30. August startet in Vorarlberg die zweiwöchige Sommerschule.  <span class="copyright"> Symbolbild APA</span>
Am 30. August startet in Vorarlberg die zweiwöchige Sommerschule. Symbolbild APA

Rund 2500 Schüler sind für die diesjährige Sommerschule angemeldet.

In knapp zwei Wochen startet in Vorarlberg die Sommerschule – ein Angebot, um „drohenden Bildungsnachteilen entgegenzuwirken und eine gute Vorbereitung auf den Unterricht im kommenden Schuljahr zu ermöglichen“, wie es vonseiten der Verantwortlichen heißt. Angesprochen sind Schülerinnen und Schüler, die mangelnde Deutschkenntnisse und Aufholbedarf in bestimmten Fächern – vor allem Deutsch und Mathematik – haben.

Nach rund 1500 Anmeldungen im vorigen Sommer sind für heuer 2500 Schülerinnen und Schüler für die Sommerschule angemeldet, informiert Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani – also um etwa 1000 mehr. Noch aber fehlen die Lehrerinnen und Lehrer, um diese Nachfrage vollständig abzudecken. Laut Marte-Stefani fehlen derzeit noch circa acht Lehrer beziehungsweise Lehrerinnen im Volksschulbereich und genau so viele im Sekundarstufe-I-Bereich für Schülerinnen und Schüler aus Gymnasien.

Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani.        <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani. Stiplovsek

“Auf Hochtouren”

Noch gebe es keine konkreten Zahlen hinsichtlich Abweisungen, erklärt die Bildungsdirektorin. „Es läuft alles noch auf Hochtouren und wir sind sehr bemüht, Abweisungen zu vermeiden, insbesondere für die Kinder, die es dringend brauchen“, sagt sie.

Die Gruppengröße soll wie im vergangenen Jahr 8 bis 15 Schülerinnen und Schüler pro Gruppe betragen. Marte-Stefani geht aber davon aus, dass aufgrund der vielen Anmeldungen die Gruppen heuer tendenziell größer sein werden.

Aufgeteilt nach Schularten werden indes 52 Prozent Volksschulkinder, 40 Prozent Mittelschülerinnen und Mittelschüler und acht Prozent Kinder und Jugendliche der Gymnasium-Unterstufe die Kurse der Sommerschule besuchen.

Elternvertreter Michael Tagger.    <span class="copyright">Landeselternverband Vorarlberg</span>
Elternvertreter Michael Tagger. Landeselternverband Vorarlberg

Besser vorbereiten

Als „nicht erfreulich“ bezeichnet Elternvertreter Michael Tagger die Situation um das noch fehlende Lehrpersonal für die Sommerschule. Nachdem man schon im letzten Jahr Erfahrungen mit der Sommerschule gesammelt habe, hätte man sich besser vorbereiten können, so Tagger. Er gibt auch zu bedenken, dass Vorarlberg das einzige Bundesland sei, das es bis dato nicht geschafft hätte, genügend Lehrerinnen und Lehrer zu rekrutieren. „In allen anderen Bundesländern hat es geklappt.“ Nachdem die Sommerschule dazu da sei, Lernrückstände zumindest teils zu kompensieren, hätte man vielleicht früher mit der Personalsuche beginnen können.

Tagger glaubt allerdings, dass es mehrere Gründe sind, die zur derzeitigen Situation geführt haben. So herrsche generell ein Lehrermangel. Zudem sei beim Lehrpersonal aufgrund der vergangenen herausfordernden eineinhalb Jahre sicher auch eine Überarbeitung da, sodass der Sommer für eine Regeneration notwendig sei. „Vielleicht liegt es auch an der Bezahlung oder der Art der Ansprache bei der Rekrutierung“, sagt er.

Taggers Kinder sind seit ges­tern in der Sommerschule der Volkshochschule. „Dort hat man nichts gehört, dass es zu wenig Personal gebe“, erzählt er.

M. Moser, B. Kompatscher

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