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Vizebürgermeisterin stellt sich der Wahl

18.08.2021 • 19:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Irmgard Hagspiel ist seit 2017 Vizebürgermeisterin in Kennelbach. <span class="copyright">vol.at</span>
Irmgard Hagspiel ist seit 2017 Vizebürgermeisterin in Kennelbach. vol.at

Irmgard Hagspiel führt schon seit Mai die Amtsgeschäfte in Kennelbach.

Am 12. September wählen die Kennelbacherinnen und Kennelbacher ein neues Gemeindoberhaupt. Als einzige Kandidatin geht die bisherige Vizebürgermeisterin Irmgard Hagspiel ins Rennen. Sie hat bereits seit 7. Mai die Amtsgeschäfte geführt, nachdem ihr Vorgänger Peter Halder seinen Rücktritt erklärt hatte. Dieser war bei der Bürgermeisterdirektwahl am 13. September des vergangenen Jahres noch mit 62,7 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden.

In der Villa Grünau ist das Gemeindeamt in Kennelbach untergebracht. <span class="copyright">Hartinger</span>
In der Villa Grünau ist das Gemeindeamt in Kennelbach untergebracht. Hartinger

Aufgrund von mangelndem Rückhalt in der Gemeindevertretung warf Halder jedoch wenige Monate später das Handtuch. Bei der Verlautbarung seines Rücktritts war noch nicht festgestanden, ob seine Stellvertreterin bei der Nachwahl antreten wird. Nun wurde sie aber von den Mitgliedern der Fraktion als Bürgermeisterkandidatin nominiert und wird sich daher der Wahl stellen.

Zuspruch erhalten

In der aktuellen Ausgabe der Gemeindeinformation „Kennelbach informiert“ schreibt die Vizebürgermeisterin, dass sie sich den Herausforderungen, die die Leitung einer Kommune mit sich bringt, gerne gestellt hat, „weil ich von Anfang an große Unterstützung seitens der Gemeindevertretung gespürt habe“. So habe kein Mitglied der Fraktion die Funktion zurückgelegt. Alle hätten sich bereit erklärt, weiter gemeinsam für die Gemeinde zu arbeiten. „Dieser Zusammenhalt ist nicht nur Motivation, sondern macht mich auch sehr zuversichtlich, dass wir die künftigen Aufgaben gemeinsam bewältigen werden“, betont die Noch-Vizebürgermeisterin. Ebenso habe sie seit der Übernahme der Amtsgeschäfte ihres Vorgängers positives Feedback und Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten.

Weniger als drei Jahre vergangen

Die Neuwahl durch die Bürger­innen und Bürger ist notwendig, da seit dem Urnengang im September weniger als drei Jahre vergangen sind. Wäre diese Frist bereits verstrichen, hätte gemäß Vorarlberger Gemeindegesetz die Kennelbacher Gemeindevertretung innerhalb von vier Wochen einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin wählen können. Diese Regelung wird vielfach von Ortschefs genutzt, um einen Nachfolger in Stellung zu bringen. Auf diese Weise kann dieser oder diese dann bei der Wahl als amtierendes Gemeindeoberhaupt ins Rennen gehen.

Am 7. Mai gab Bürgermeister Peter Halder (Bildmitte) im Beisein der Vizebürgermeisterin und des Amtsleiters Slobodan Tegeltija bekannt. <span class="copyright">Steinlechner</span>
Am 7. Mai gab Bürgermeister Peter Halder (Bildmitte) im Beisein der Vizebürgermeisterin und des Amtsleiters Slobodan Tegeltija bekannt. Steinlechner

Der neue Bürgermeister muss aber auf jeden Fall aus dem Kreis der Gemeindevertreter stammen – egal, ob er von der Bevölkerung oder von der Gemeindevertretung gewählt wird. Dadurch kommt es in Kennelbach zu dem kuriosen Fall, dass der Name des im Mai zurückgetretenen Bürgermeisters auch bei der Nachwahl auf dem Stimmzettel zu lesen sein wird. Denn im Vorjahr war beim Urnengang eine Einheitsliste mit dem Namen „Kennelbach gestalten! Team Peter Halder“ ins Rennen gegangen. Und genau mit dieser Listenbezeichnung muss nun auch die Noch-Vizebürgermeisterin bei der Nachwahl antreten. Daher weist Hagspiel in „Kennelbach informiert“ auf diesen Umstand hin und stellt klar, dass sie für das Bürgermeisteramt kandidiert und der Listenname sich aus gesetzlichen Gründen nicht ändern lässt.

Seit 1995 in der Gemeindevertretung

Die bisherige Vize-Gemeindechefin lebt bereits seit fast 40 Jahren in Kennelbach und ist seit 1995 in der Gemeindevertretung aktiv. Seit 2017 fungiert sie als Vizebürgermeisterin. Schwerpunkt ihrer Arbeit sei in dieser Zeit immer der Sozialbereich gewesen. Sollte sie am 12. September zum Gemeindeoberhaupt gewählt werden, werde dies auch künftig ein zentrales Anliegen sein, betont Hagspiel.