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Franco Foda muss Nationalteam umbauen

23.08.2021 • 13:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Teamchef Franco Foda
Teamchef Franco Foda APA/ROBERT JAEGER

ÖFB-Teamchef Franco Foda nominiert seinen Kader für die WM-Quali.

Der erstmalige Achtelfinaleinzug mit dem letztlich sehr unglücklichen Ausscheiden nach Verlängerung gegen den späteren Europameister Italien liegt für das ÖFB-Nationalteam etliche Tage zurück. Am Dienstag beruft Teamchef Franco Foda seinen Kader für die drei WM-Qualifikationspartien in Moldawien (1. September), in Israel (4. September) und gegen Schottland (7. September im Wiener Ernst-Happel-Stadion, alle 20.45 Uhr) ein.

Gegenüber dem 26 Mann starken EM-Kader wird es auf jeden Fall Umstellungen geben. „Das Aufgebot wird nicht so groß sein wie bei der Euro“, verrät Foda, der zwei Stammkräfte vorgeben muss. Stuttgart-Angreifer Sasa Kalajdzic fällt mit einer Schulterverletzung ebenso für den gesamten herbst aus wie Stefan Lainer (Knöchelbruch). „Ich habe schon mit beiden gesprochen. Sie sind wichtige Bestandteile, aber leider gehören Verletzungen dazu. Im Moment sind die Voraussetzungen nicht optimal. Jetzt müssen wir schauen, wie wir den Kader umstrukturieren“, sagt Foda, der durchblicken lässt, dass es nicht zu einem riesigen Umbruch kommt. „Wir haben nur wenig Zeit in diesem Lehrgang, da ist es sicher wichtig, wenn sich und die Abläufe der Großteil kennt.“

Franco Foda muss Nationalteam umbauen
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Neben Lainer und Kalajdzic gibt es weitere Sorgenkinder. Abgesehen von Ersatztorhüter Pavao Pervan (Wolfsburg) kamen in dieser Saison auch Florian Grillitsch (Hoffenheim), Valentino Lazaro (Inter Mailand) und Karim Onisiwo (Mainz) noch auf keine Einsatzminute. Für Marcel Sabitzer, Konrad Laimer (beide Leipzig), Julian Baumgartlinger (Leverkusen) und Louis Schaub (Köln) reichte es bislang nur zu Jokereinsätzen.

Immerhin gibt es neben unumstrittenen Stammspielern wie Daniel Bachmann (Watford), Aleksandar Dragovic (RS Belgrad), Martin Hinteregger (Frankfurt), David Alaba (Real Madrid), Stefan Posch, Christoph Baumgartner (beide Hoffenheim), Philipp Lienhart (Freiburg), Xaver Schlager (Wolfsburg) oder Alessandro Schöpf (Bielefeld) auch Lichtblicke, für die nun die große Stunde schlagen könnte.

So feierte Yusuf Demir beim 1:1 gegen Athletic Bilbao sein Meisterschaftsdebüt für den FC Barcelona. Mit 18 Jahren und 80 Tagen war die Rapid-Leihgabe der jüngste Nichtspanier im Trikot der Katalanen seit dem Debüt von Lionel Messi 2004. „Dass Yusuf ein Riesentalent ist, wissen wir schon länger, deshalb hat er auch schon sein Debüt bei uns gegeben. Es ist wirklich schön, dass er in der Vorbereitung bei Barcelona so aufgezeigt hat. Geplant war er ja für die zweite Mannschaft. Dass er jetzt sogar sein Ligadebüt in Spanien gibt, spricht für seine Qualitäten“, sagt Foda, der keine Angst davor hat, dass der Wiener abhebt. „Ihn zeichnet aus, dass er einfach Fußball spielen will. Das, was rund um ihn passiert, beschäftigt ihn eher weniger.“

SOCCER - PD, Bilbao vs Barcelona
Gepa

Dass der Edeltechniker am Dienstag in den ÖFB-Teamkader zurückkehrt, dürfte sehr wahrscheinlich sein, auch wenn sich Foda nicht in die Karten blicken lässt. Mit Phillipp Mwene, Stammspieler bei PSV Eindhoven, für den es knapp nicht für die EM gereicht hat, gibt es einen weiteren aussichtsreichen Kandidaten.

Ein perfektes Debüt feierte auch Marko Arnautovic bei Bologna. Der 32-Jährige erzielte beim 3:2-Heimsieg gegen Salernitana auf unwiderstehliche Art und Weise mit dem linken Fuß das zwischenzeitliche 2:2 (74.) und wurde in der 86. Minute beim Stand von 3:2 unter dem Jubel der Fans ausgewechselt.

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Florian Kainz blieb mit Köln beim 2:3 gegen den FC Bayern ohne Treffer und verpasste die alleinige Führung in der Torschützenliste. Robert Lewandowski (50.), Serge Gnabry (58., 71.) bzw. Anthony Modeste (60.) und Mark Uth (62.) trafen. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann feierte so seinen ersten Heimsieg und kletterte auf den vierten Tabellenplatz.

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