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Gastro zeichnet düsteres Bild

27.08.2021 • 19:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mittlerweile funktioniert die 3G-Regel. Das soll nicht geändert werden.<span class="copyright">H</span><span class="copyright">artinger</span>
Mittlerweile funktioniert die 3G-Regel. Das soll nicht geändert werden.Hartinger

Vorarlberger Gastronomie reagiert auf die 1G-Pläne und fürchtet Betriebsschließungen.

Derzeit in aller Munde ist die sogenannte 1G-Regel. Die Reduzierung der Zugangsermächtigungen für Gastronomie, Hotellerie, aber auch andere Events für lediglich Geimpfte rief zuletzt viele Kritiker österreichweit auf den Plan.
Vor allem in der Gastronomie war bundesweit die Empörung groß, nun ziehen auch die Vorarl­berger mit ihrer Kritik an den 1G-Plänen nach. „Die stark von der Pandemie betroffenen Unternehmen stehen ohnehin unter mehrfachem Druck, sie brauchen jetzt keine Verschärfungen, sondern es braucht dringend Anreize, um die Impfquote zu erhöhen“, betont Mike P. Pansi, Obmann der Gastronomie. Der Gastronom verweist auf die funktionierenden Sicherheitskonzepte der Branche und führt aus, dass die Betriebe ohnehin schon besonders unter den Maßnahmen und Lockdowns gelitten hätten.

„Es wurden Präventions- und Hygienekonzepte umgesetzt und Mitarbeitende entsprechend geschult. Wir unterstützen die Maßnahmen nun bereits seit 18 Monaten. Es kann nicht sein, dass die Branche mit den intensivsten Bemühungen in der Pandemiebekämpfung nun wieder zum Sündenbock gemacht werden soll“, sagt Pansi.

Todesstoß

Die Einführung der 1G-Regel würde für viele Gastronomiebetriebe das endgültige Aus bedeuten, sind sich die WKV-Branchenvertreter sicher. Das Geschäft käme weitestgehend zum Erliegen, wenn nur noch geimpfte Gäste in Restaurants zugelassen wären. Je nach Betriebstyp rechnet Pansi mit bis zu 80 Prozent Umsatzeinbußen. Vor allem auf die Nachtgastronomie, die von vielen jungen, ungeimpften Menschen besucht wird, dürften wieder harte Zeiten zukommen. „Für manche wäre es sogar der Todesstoß“, warnt Pansi.

Bei entsprechendem Umsatzverlust müssten Gastronomiebetriebe von sich aus wieder schließen und die Mitarbeiter somit wieder in Kurzarbeit schicken oder ganz kündigen. Dies könnte weitere Abwanderungen von geschultem Personal in andere Branchen bewirken. Bereits wären der bisherigen Lockdowns war dies zu beobachten. Zudem verweisen die Branchensprecher auf die funktionierende 3G-Regel, die bisher praktiziert wird. „Viele Betriebe haben zusätzliche Türsteher eingestellt, die die Einhaltung der 2 bzw. 3G-Regel kontrollieren, ein Besuch in Vorarlbergs Gastronomie ist sicher“, sagt Gastronom Stefan Köb.