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Quarta: Tanz und Tango mit Igor und Astor

02.09.2021 • 20:02 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Christoph Eberle ist der Gründer und musikalische Leiter des Jugendorchesters. <span class="copyright">Marcel Mayer</span>
Christoph Eberle ist der Gründer und musikalische Leiter des Jugendorchesters. Marcel Mayer

Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie spielt sechs Konzerte in drei Ländern.

Im Frühjahr musste das ursprünglich geplante Programm coronabedingt abgesagt werden. Um den Abonnenten doch etwas zu bieten, gab es in Schwarzenberg das Schubert-Oktett. Nun startet die von Christoph Eberle vor sechs Jahren gegründete Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie einen neuen Anlauf, um das Frühjahrs­programm aufzuführen.

Von 7. bis 12. September spielen die jungen Musikerinnen und Musiker in Vorarlberg, der Schweiz und Deutschland sechs Konzerte (siehe Factbox). Unter dem Titel „zwischen Astor und Igor“ stehen dabei Tanz und Tango im Mittelpunkt. Gespielt werden Werke von Igor Strawinsky, Astor Piazzola, Jean Sibelius und Edward Elgar.

Konzerttermine

Dienstag, 7. September, Gössersaal, Bregenz.

Mittwoch, 8. September, Angelika-Kauffmann-Saal, Schwarzenberg.

Donnerstag, 9. September, Tonhalle, St. Gallen (CH).

Freitag, 10. September, Festsaal der Waldorfschule, Wangen (D).

Samstag, 11. September, Sonnenbergsaal, Nüziders.

Sonntag, 12. September, Kulturbühne Am Bach, Götzis.

Beginn: 19.30 Uhr, Götzis, 18 Uhr.

www.quarta4.org

Zum ersten Mal werden auch Uraufführungen zu hören sein: drei Werke der Solisten der diesjährigen Konzerte. Dabei handelt es sich um den Querflötisten Juan Carlos Diaz Bueno und den Akkordeonisten Raphael Brunner, die auch als Duo „Das Kollektiv“ auftreten. Eine der Kompositionen von Diaz Bueno – „zwischen Astor und Igor“ – ist auch der Titelgeber der jetzigen Konzertreihe.

Gestern Abend gab es nun das erste Zusammentreffen der jungen Musikerinnen und Musiker, erzählt der künstlerische Leiter Christoph Eberle. Ab heute wird über das Wochenende geprobt, bevor es am Dienstag mit den Konzerten losgeht. Probenort ist wie schon seit einigen Jahren die Landwirtschaftsschule in Hohenems, wo die Bedingungen ideal seien, so Eberle. Rund 35 Jungmusikerinnen und -musiker aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz sind heuer dabei.

Im nächsten Jahr soll dann endlich Mahlers 4. Sinfonie aufgeführt werden.   <span class="copyright">Archiv/Marcel Mayer</span>
Im nächsten Jahr soll dann endlich Mahlers 4. Sinfonie aufgeführt werden. Archiv/Marcel Mayer

Das Durchschnittsalter bewegt sich zwischen 17 und 20 Jahren, mit Ausreißern nach oben und unten. Auch Zwölfjährige spielen mit ebenso wie Mittzwanziger. Rund die Hälfte davon erlebt ihre Premiere bei der Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie. Derzeit gebe es einen kleinen Generationswechsel, erzählt Eberle. Einige aus der ersten Generation der Mitwirkenden hätten mittlerweile fixe Engagements und seien nicht mehr dabei, wodurch wieder neue dazukämen. Das sei allerdings durchaus Teil des Konzepts, so der Gründer.

Unbefriedigende Situation

Aufgrund der Pandemie hätte in den letzten Monaten auch die Ausbildung der jungen Musikerinnen und Musiker gelitten, sagt Eberle. Persönlich erfahren hat er das bei seinen Kindern, die alle vier bei der Jugendphilharmonie mitspielen. Vieles sei digital abgelaufen, so Eberle. „Das ist nicht befriedigend, weder für die Studierenden noch für die Lehrenden.“ Bei den Studierenden sei damit auch der Kontakt zu anderen Studierenden verloren gegangen. Dauerzustand sollte das keiner werden, sonst werde es für die kommende Generation von jungen Musikerinnen und Musikerschwierig, warnt der Profi.

Unsicherheit

Er hofft jetzt aber, die kommenden Konzerte gut über die Bühne zu bringen. Deutlich über 100 Abonnenten hat das Orchester mittlerweile und auch finanziell sei man solide aufgestellt, informiert Eberle. „Am meisten beschäftigt derzeit alle die Unsicherheit“, sagt er, der Umstand, dass man kaum sicher planen könne. Bereits im Vorjahr stand eigentlich eine Aufführung von Gustav Mahlers vierter Sinfonie auf dem Plan. Aufgrund von Corona konnte sie nicht realisiert werden und auch heuer wird es damit nichts. Nun soll sie im kommenden Jahr zur Aufführung gebracht werden. Eberle hofft, dass es dann wirklich klappt. Die dafür nötige Sängerin ist schon lange engagiert. „Die wartet dann zwei Jahre“, seufzt Eberle.

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