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Vielfältige Aktionen in Mobilwoche

03.09.2021 • 10:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Das Land plant für die Mobilwoche ein breites Angebot.<span class="copyright">Hartinger</span>
Das Land plant für die Mobilwoche ein breites Angebot.Hartinger

Mit dem Mobilwochen-Ticket lässt sich auch die Nachbarschaft erkunden.

Während der Mobilwoche 2021 vom 4. bis zum 12. September will das Land wieder das Interesse und Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität stärken. Verkehrslandesrat Johannes Rauch präsentierte am Donnerstag in Nenzing gemeinsam mit den Aktionspartnern das Programm. Das Mobilwochen-Ticket um 15 Euro und erstmals auch ein grenzüberschreitendes Bus- und Bahnangebot nach Liechtenstein und in die Ostschweiz sowie zahlreiche Veranstaltungen in Gemeinden, Wander- und Radtipps mit Bus und Bahn, Fahrradkino-Vorführungen und Testmöglichkeiten für Carsharing sollen Lust machen, die Mobilitätsangebote im Land auszuprobieren und den Umstieg vom privaten Pkw zu wagen.

Mehr Elektroautos

„Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels wollen wir noch mehr Menschen zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel bewegen“, sagte Rauch. Von Februar bis September 2020 seien in Vorarlberg bereits rund 4,2 Millionen Radfahrer gezählt worden, um etwa 23 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch die Neuzulassungen von Elektroautos nehmen zu. Die Zahl hat sich zwischen 2018 und 2020 mehr als verdoppelt. Im Juli 2021 wurde bereits die Gesamtzahl von 2020 überschritten. Schon rund 15 Prozent der Pkw-Neuzulassungen in Vorarlberg sind Elektrofahrzeuge. Zum Vergleich: Österreichweit sind es elf Prozent.

„Zu dieser erfreulichen Entwicklung mag beitragen, dass das Land Vorarlberg ergänzend zu den Förderungen des Bundes die Anschaffung von E-Pkw im öffentlichen Interesse – zum Beispiel für Carsharing, Essen auf Rädern oder für die Krankenpflege – mit bis zu 2500 Euro pro Fahrzeug unterstützt“, erläuterte Landesrat Rauch.

Das Angebot während der Mobilwoche

• Um 15 Euro können die öffentlichen Verkehrsmittel eine Woche lang genutzt werden.

• Das Angebot von Caruso Carsharing kann bis zu drei Stunden lang kostenlos getestet werden.

• Wer die Fairtiq-App testet, erhält fünf Euro Startguthaben.

• In Andelsbuch, Göfis, Bludenz und Gaschurn wird gratis Open-Air-Kino geboten, bei dem die Zuschauer den Strom auf Generatorrädern selbst erzeugen.

• Der Alpenverein bietet vier zur Mobilwoche passende Touren-Vorschläge für Wanderausflüge mit verschiedenen Schwierigkeitskategorien.

Auch der öffentliche Verkehr soll durch den Ausbau der Infrastruktur immer attraktiver und beliebter werden. So soll es in Kürze eine direkte Bahnverbindung von Lindau über Bregenz und St. Margrethen bis nach Romanshorn geben und der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Lauterach und St. Margrethen soll im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Außerdem wird noch heuer eine neue Verbindung von Feldkirch über Dornbirn nach Lustenau geführt, die in der Folge bis nach St. Margrethen verlängert wird. Unverzichtbar für die Förderung umweltfreundlicher Mobilität sei das Engagement der Gemeinden, heißt es vom Land. „In Nenzing eröffnen wir in der Mobilwoche ein Carsharing-Angebot und haben uns auch darüber hinaus ambitionierte Ziele gesetzt“, erklärte Bürgermeister Florian Kasseroler.

Dazu zählen die Planung von mehreren Begegnungszonen im Nenzinger Dorfzentrum, die Einrichtung von Radabstellplätzen und Radboxen am Bahnhof sowie ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig und ein Fußgänger- und Radweg entlang der Meng.

Grenzübergreifende Aktion

Erneuter Bestandteil der Mobilwoche ist das Mobilwochen-Ticket, mit dem für nur 15 Euro Bus und Bahn in ganz Vorarlberg eine Woche lang genutzt werden können und das auch digital via Fairtiq-App angeboten wird. Am Sonntag, dem 12. September gibt es außerdem eine grenz­überschreitende Aktion der Verkehrsbetriebe von Vorarlberg, der Ostschweiz und Liechtenstein, in dem die Maximo-Tageskarten des VVV und die Tagestickets für alle Regionen des Tarifverbunds Ostwind (OTV) und von Liemobil gegenseitig in den jeweils anderen Verbundgebieten akzeptiert werden.
„Wir möchten den Menschen in unserer Region speziell im öffentlichen Verkehr die alte Bewegungsfreiheit wieder zurückgeben – waren doch die Staatsgrenzen für längere Zeit undurchlässiger als gewohnt“, erklärte VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand.

Ausbau der Kombinationen

Immer mehr Bahnhöfe werden zu Vmobil-Stationen ausgebaut, wo Bus, Bahn, Carsharing und Fahrrad kombiniert werden können. So eröffnen Frastanz, Dornbirn und Nenzing neue Carsharing-Standorte. In der Mobilwoche können Interessierte diese in zehn Gemeinden kostenlos tes­ten.
Der Alpenverein gibt im Rahmen der Mobilwoche wieder Tipps, wie Wandern mit Bus und Bahn möglich ist, weil die Wahl des Verkehrsmittels auch bei Bergtouren wichtig ist, betonte Sabine Klapf. Und neben den verschiedenen Angeboten und Vergünstigungen winken bei einem Gewinnspiel wieder attraktive Preise, so Mobilwochen-Koordinatorin Irina Antlinger vom Energieinstitut.