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33-Prozent-Hürde als Maßstab für 1-G-Regel

08.09.2021 • 14:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
33-Prozent-Hürde als Maßstab für 1-G-Regel
Screenshot ORF

Wolfgang Mückstein konkretisiert, ab wann Regeln für Ungeimpfte gelten.

Allzu viel wollte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) im Interview mit dem ORF Report im Vorfeld der Expertengespräche mit den Landeshauptleuten “aus Respekt vor den Bundesländern” nicht verraten. Dass Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bereits vor dem ORF-Sommergespräch einen Fünf-Punkte-Plan ausgeschickt hatte, war insbesondere beim Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) nicht gut angekommen.

Mückstein verwies am Dienstagabend allerdings auf Prognosen, denen zu Folge schon nächste Woche in einigen Bundesländern die Intensivstationen zu zehn Prozent ausgelastet sein werden. “Dann muss wieder angefangen werden, Operationen zu verschieben“, so der Gesundheitsminister. Deshalb müsse ein Stufenplan in Kraft gesetzt werden.

33-Prozent-Hürde

“33 Prozent Auslastung ist die Hürde”, sagte Mückstein am Dienstagabend. Ab diesem Wert sollen in bestimmten Bereichen nur mehr geimpfte Personen Zugang bekommen. Auch Lokale und Restaurants sollen laut dem Gesundheitsminister dazu zählen. Den Geimpften dürften zumindest eine gewisse Zeit lang auch die Genesenen gleichgestellt werden, denn diese hätten sechs Monate lang einen ähnlich guten Infektionsschutz wie Geimpfte, betonte Mückstein.

Kein allgemeiner Lockdown

Einen allgemeinen Lockdown schließt der Gesundheitsminister jedenfalls aus – es sei nicht argumentierbar, warum vollimmunisierte Menschen eingeschränkt werden sollen.

Ziel müsse weiterhin sein, möglichst viele Menschen vom Impfen zu überzeugen. Dass die Impfkampagne im Sommer eingestellt wurde, verteidigt der Gesundheitsminister im Interview mit Susanne Schnabl: “Die Menschen, die wir über Plakate oder mit Werbespots erreichen konnten, haben wir bereits überzeugt”, so Mückstein. Jetzt gelte es, Menschen in persönlichen Gesprächen aufzuklären. Dafür sollen Hausärzte verstärkt in ihren Ordinationen Gespräche führen.

Mückstein spricht sich auf dafür aus, dass in Alten- und Pflegeheimen nur geimpfte Personen arbeiten. Das Wort “Impfpflicht” nimmt er allerdings nicht in den Mund: “Auch hier geht es ums Überzeugen.”

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