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Militärflugzeug löste Eurofighter-Alarm aus

10.09.2021 • 12:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eine C-17 der kanadischen Luftstreitkräfte (Archivbild)
Eine C-17 der kanadischen Luftstreitkräfte (Archivbild) AP

Ungarische C-17 überquerte in nur 1000 Metern Höhe das Salzkammergut.

Erstaunt blickten am Freitagvormittag Menschen im nördlichen Salzkammergut in den Himmel. Eine viermotorige Transportmaschine mit Nato-Kennung schwebte im Tiefflug über den Attersee in Richtung Osten. Die „massive Gefährdung der Luftfahrtsicherheit“ löste einen Alarmstart der Eurofighter in Zeltweg aus.

Laut Bundesheer-Sprecher Oberst Michael Bauer handelte es sich um einen genehmigten Überflug einer ungarischen Boeing C-17 Transportmaschine, die für einen Nato-Pool genutzt wird. Sie drang kurz nach 11 Uhr in einer Flughöhe von rund 10.000 Metern in den österreichischen Luftraum ein. Auf dem Weg Richtung Osten entlang der Westautobahn sank die Maschine dann immer tiefer, über dem Attersee betrug die Flughöhe dann nur noch rund 1000 Meter.

Eine Alarmrotte der Eurofighter stieg von Zeltweg auf und eskortierte die Militärmaschine gegen 11.35 Uhr wieder aus dem österreichischen Luftraum hinaus, heißt es beim Bundesheer. Der Grund für den Tiefflug ist noch unbekannt. Die Gefährdung der Luftfahrtsicherheit dürfte eine diplomatische Protestnote seitens der Republik nach sich ziehen.

Einsatz mit Überschall

Schon am Donnerstag hatten zwei Eurofighter im Donauraum eine zivile Passagiermaschine abgefangen, dazu flogen sie mit Überschall. Das Flugzeug mit Ziel Moskau hatte keine Funkverbindung mit der zivilen Flugsicherung Austro-Control aufgenommen. Nach der Intervention konnte der Funkkontakt wieder hergestellt werden.