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24 Stunden voller Spaß und Action

12.09.2021 • 16:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Hartinger

Der „24-Stunden-Action-Day“ hatte einiges zu bieten.

Viel zu tun hatten fast 30 Jugendliche aus Bludesch, Ludesch und Thüringen am Freitag und Samstag. Die Mädchen und Buben der Feuerwehrjugend haben einen „24-Stunden-Action-Day“ absolviert und zahlreiche unterschiedliche Übungseinsätze bewältigt. Vom Löschen eines Brandes über den Umgang mit Gefahrstoffen bis hin zur Hilfe bei einem Verkehrsunfall war alles dabei. Freitags hat der „Action Day“ angefangen. Die Jugendlichen kamen in den Gerätehäusern ihrer jeweiligen Ortsfeuerwehr zusammen und bezogen dort Quartier. Dazu durften sie auch ihre eigenen Piepser in Empfang nehmen. Über diese wurden sie – wie sonst ihre erwachsenen Kollegen – zu den Einsätzen gerufen.

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Klaus Hartinger

Die Übungsszenarien wurden großteils intern mit den Kameradinnen und Kameraden der örtlichen Feuerwehrjugend absolviert. Doch auch drei große gemeinsame Einsätze standen auf dem Programm – jeweils am Freitagabend, am Samstagmorgen und Samstagmittag, erzählen Raphael Nardon, Jugendleiter der Feuerwehr Bludesch, und Matthias Burtscher, Kommandant der Feuerwehr Ludesch.

Wissen in der Praxis anwenden

„Action Days“ für die Feuerwehrjugend haben in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen. Schließlich bieten diese den Nachwuchsfeuerwehrleuten die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen auch in der Praxis auszuprobieren. Zudem wird der Zusammenhalt in der Gruppe gestärkt. Die Bludescher haben schon einige positive Erfahrungen mit den „Action Days“ gesammelt. Der heurige war insgesamt bereits der sechste, den man durchgeführt hat. Für die Feuerwehrjugend Ludesch war es das erste Mal.

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Hartinger (4)

Die Vorteile, bei der Organisation einer solch aufwendigen Veranstaltung zusammenzuarbeiten, liegen für Nardon und Burtscher auf der Hand. Auf diese Weise können die Jugendbetreuer sich den Aufwand bei den Vorbereitungen und der Planung zumindest teilweise aufteilen. So standen zum Beispiel drei gemeinsame Mahlzeiten aller Teilnehmer auf dem Programm. Jede Ortsfeuerwehr hat eine davon organisiert.

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FF Bludesch/Ludesch/Thüringen (4)

Auch die gemeinsamen Übungsszenarien können größer ausfallen, weil eben fast 30 Jugendliche daran teilnehmen und sich die Aufgaben teilen können. Am Samstag hatten die Nachwuchsfeuerwehrleute beispielsweise eine Personenbergung durchzuführen. Jemand war unter einem Traktoranhänger eingeklemmt worden. Bei der Übung betreute eine Jugendgruppe den Patienten, eine weitere übernahm die Absicherung des Fahrzeugs, und die dritte befreite die eingeklemmte Person schließlich mithilfe eines Hebekissens aus der misslichen Lage.

Kein Kirchturmdenken

Ähnlich sah auch die Vorbereitung der Übungsszenarien aus. Am Freitagabend stand in Ludesch eine Schauübung im Steinbruch auf dem Programm. Die Jugendlichen mussten dort gemeinsam ein brennendes Gebäude löschen. Zu diesem Zweck wurde von Mitgliedern aller drei Feuerwehren ein kleiner Holzschopf gebaut. Damit wird durch den „Action Day“ die überörtliche Zusammenarbeit gestärkt, wobei Kirchturmdenken in den Feuerwehren schon längst kein Thema mehr ist, wie Kommandant Burtscher betont.

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Hartinger (3)

Der Zeitaufwand, den „Action Day“ zu organisieren, ist aus Sicht der beiden Feuerwehrmänner kein Thema. „Es geht darum, den Jugendlichen etwas Gutes zu tun, da investiert man gerne Zeit“, betont der Ludescher Kommandant. Das ist auch der Grund, warum sich neben den Jugendbetreuern auch viele andere Feuerwehrleute aus dem Aktivstand bereit erklärt haben, bei dem Event mitzuhelfen, berichtet Nardon.

Etwas bieten

Die Jugendarbeit hat in den Feuerwehren einen hohen Stellenwert. Schließlich ist diese eine gute Möglichkeit, künftige Feuerwehrleute zu rekrutieren. Das bestätigt auch ein Blick auf den Aktivstand. Nicht wenige der Mitglieder haben über die Jugend zur Wehr gefunden. So hat der heutige Kommandant Burtscher einst selbst seine Feuerwehrlaufbahn dort gestartet. Zugleich ist den Verantwortlichen bewusst, dass die Feuerwehrjugend in Konkurrenz zu zahlreichen anderen Freizeitbeschäftigungen steht. Umso wichtiger sei es daher, den Jugendlichen etwas zu bieten, meint Nardon. Veranstaltungen wie der „24-Stunden-Action-Day“ sind dafür natürlich bestens geeignet.