Kommentar

Schutz der Ungeimpften

13.09.2021 • 08:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Den Durchblick zu bewahren, scheint dieser Tage kein Leichtes zu sein. Der Bevölkerung wurden unter der Woche zahlreiche „Was-wäre-wenn“-Szenarien präsentiert, die der Eindämmung der Pandemie dienen sollen. Schlussendlich weiß keiner mehr so genau, wann und wo denn nun eine FFP2-Maske zu tragen ist und wann nicht. Wo reicht es zu testen, wann ist eine Impfung vonnöten oder inwiefern die 3G-Regelung bei steigenden Zahlen noch relevant ist. Ein Sammelsurium an Eventualitäten. Eine Farce.

Dies ist das Resultat einer Politik, die mehr darauf fokussiert ist, keine Wählerstimmen zu verlieren, als Leben zu retten. Trotz steigender Zahlen will sich kein Politiker durchringen, eine klare Entscheidung zu treffen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sagte letztens, man müsse die Ungeimpften schützen. Nein, das muss man nicht. Ungeimpfte können sich selbst schützen. Dafür gibt es eine Impfung. Effizient und noch dazu kostenlos.

Schützenswert sind all jene vulnerablen Gruppen, die sich nicht impfen lassen können. Jene Menschen, für deren Altersgruppe es noch keinen Impfstoff gibt oder für die aufgrund einer Vorerkrankung eine Impfung keine Option ist. Alle anderen sind geschützt oder könnten es zumindest sein.

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