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215.000 Euro teures Auto geschmuggelt

14.09.2021 • 20:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein 215.000 Euro teurer McLaren 650S Spider wurde nicht verzollt. <span class="copyright">Symbolbild/Shutterstock</span>
Ein 215.000 Euro teurer McLaren 650S Spider wurde nicht verzollt. Symbolbild/Shutterstock

48-Jähriger muss 10.000 Euro Strafe bezahlen.

Seinen 215.000 Euro teuren McLaren 650S Spider hat der Österreicher ungarischer Abstammung im März 2015 bei der Einreise von der Schweiz in die EU am Grenzübergang in Lustenau nicht verzollt. Dafür muss der Betreiber einer Autovermietung in Budapest teuer bezahlen.

Teilbedingte Geldstrafe

An Zollabgaben hat der 48-Jährige dem Zollamt Feldkirch Wolfurt inzwischen 69.000 Euro überwiesen. Zudem wurde der sein monatliches Netto-Einkommen mit 1500 Euro angebende Angeklagte am Dienstag am Landesgericht Feldkirch wegen des Finanzvergehens des Schmuggels zu einer teilbedingten Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 10.000 Euro. Die anderen 10.000 Euro wurden für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehen. Das Urteil, mit dem der Angeklagte und Staatsanwalt Manfred Melchhammer einverstanden waren, ist bereits rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre 138.000 Euro gewesen, also das Doppelte der Zollabgaben, die Mindeststrafe 13.800 Euro (zehn Prozent der Maximalstrafe).

Der Beschuldigte reiste mit dem Auto in Lustenau von der Schweiz in die EU ein. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Der Beschuldigte reiste mit dem Auto in Lustenau von der Schweiz in die EU ein. Symbolbild/Hartinger

Nach Ansicht des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Thomas Wallnöfer hat der Angeklagte das Sportauto zumindest mit bedingtem Vorsatz nicht verzollt. Demnach hat der Absolvent einer internationalen Wirtschaftsschule in Kauf genommen, dass er schmuggelt. Der Verteidiger des Angeklagten beantragte einen Freispruch. Der Angeklagte aus Budapest sagte, er habe nicht gewusst, dass er bei der Einreise in die Europäische Union neben seinen beiden in der Schweiz gekauften Mobiltelefonen auch das 560 PS starke und bis zu 320 km/h schnelle Fahrzeug mit Schweizer Kennzeichen verzollen hätte müssen.

Als vorgezogenes Erbe geschenkt

Sein in der Schweiz lebender Vater habe ihm den Boliden als vorgezogenes Erbe geschenkt, gab der Angeklagte vor Gericht zu Protokoll. Mittlerweile habe er seinem Vater den McLaren zurückgegeben.