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Ein Klassik-Festival wird neu erfunden

15.09.2021 • 20:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kehrt zur alpenarte zurück: Bariton Bryan Benner. <span class="copyright">Andreas Domjanic</span>
Kehrt zur alpenarte zurück: Bariton Bryan Benner. Andreas Domjanic

Die alpenarte zeigt sich neu: Mit Klassik und Pop-Evergreens.

Mit einer neuen inhaltlichen Ausrichtung und neu organisiert kehrt die alpenarte aus der Coronapause zurück. Schon im vergangenen Jahr wurde mitgeteilt, dass das ursprüngliche „Intendant in Residence“-Konzept, bei dem junge Musiker sich als Festivalintendanten erproben konnten, wieder aufgegeben wird. Der Initiator des Musikfestivals Drazen Domjanic fungiert nun als künstlerischer Leiter, und hat ein neues programmatisches Konzept fixiert. Bereits vergangenes Jahr hatte der Musikmanager angekündigt, Pop-Evergreens in das Programm einzubauen, was auch bei der kommenden Ausgabe von 14. bis 17. Oktober der Fall ist: Beim Konzert am 16. Oktober etwa lautet das Motto „Musikalische Leckerbissen von Klassik bis heute“, wenn Werke von Puccini, Simon & Garfunkel, Astor Piazzolla oder Frank Sinatra aufeinandertreffen. „Der Blick geht über das traditionelle Klassik-Repertoire hinaus“, so Domjanic in einer Ausendung – er wird beim Evergreens-Konzert selbst am Flügel sitzen.

Auch Gabriel Meloni ist dabei. <span class="copyright">Victor Marin Roman</span>
Auch Gabriel Meloni ist dabei. Victor Marin Roman

Ein Mal live, ein Mal online

Was die musikalischen Akteure des Festivals betrifft, so werden Künstler mit einem Bezug zur Region stärker vertreten sein. Diese werden bei jedem Konzert gemeinsam mit interna­tionalen Solisten auftreten. Bei der Herbst-Ausgabe dabei sind der Feldkircher Cellist Moritz Huemer, sowie der aus Bregenz stammende Akkordeonspieler Damian Keller. Der Dornbirner Pianist Gabriel Meloni wird drei der bekanntesten Werke Beet­hovens für Klavier spielen, darunter „Für Elise“. Auch Hanna Shybayeva und Dmytro Choni sind bei diesem Klavierkonzert am 15. Oktober dabei.

Auch Nadia Maria ist dabei. <span class="copyright">Milosz Rebes/Piotr Sitarsky</span>
Auch Nadia Maria ist dabei. Milosz Rebes/Piotr Sitarsky


Sängerin Nadia Maria, die am Vorarlberger Landeskonservatorium ausgebildet wurde, ist ebenfalls beim nächsten Festival in Schwarzenberg vertreten. An drei von vier Abenden wird das Ensemble Esperanza der Internationalen Musikakademie Liechtenstein spielen – so auch beim Eröffnungskonzert, bei dem klassische Konzertliteratur und Liedgesang kombiniert werden. Singen wird auch Bariton Bryan Benner, der bereits bei der Schubertiade und alpenarte begeistern konnte.

Beim Abschlusskonzert führt das Programm von Argentinien nach Armenien, genauer gesagt zum Komponisten Edvard Mirzoyan, dessen Streichersinfonie mit Pauken ertönt.
Neu strukturiert wurde die alpenarte ebenfalls: Gab es zuvor zwei analoge Ausgaben pro Jahr, wird es in Zukunft lediglich ein Live-Festival im Herbst geben, die mit einer Online-Ausgabe im Frühjahr ergänzt wird.

Alpenarte. 14. bis 17. Oktober im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg. Infos unter www.alpenarte.eu.