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Rupp hält nun 100 Prozent der Firmenanteile

15.09.2021 • 20:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schreiber Foods scheidet aus, damit ist die Rupp AG nun alleiniger Eigentümer des beliebten Schmelzkäseprodukte-Herstellers Schreiber &amp; Rupp. <span class="copyright">Steurer</span>
Schreiber Foods scheidet aus, damit ist die Rupp AG nun alleiniger Eigentümer des beliebten Schmelzkäseprodukte-Herstellers Schreiber & Rupp. Steurer

Schmelzkäseprodukte-Hersteller Schreiber & Rupp gehört jetzt der Rupp AG.

Der US-amerikanische Lebensmittelhersteller Schreiber Foods hat sich nun aus dem Joint Venture Schreiber & Rupp mit Produktionsstandorten in Hörbranz und Lindenberg (D) zur Gänze zurückgezogen.

Rupp alleiniger Eigentümer

Bei dem 2009 zusammen mit der Privatkäserei Rupp gegründeten Joint Venture Schreiber & Rupp GmbH hielt Schreiber seit 2014 noch 49 Prozent der Anteile. Das Joint Venture produziert insbesondere Schmelzkäseprodukte für den Private Label-Bereich.

Josef Rupp, Vorstandsvorsitzender der Rupp AG, bestätigte im Gespräch, dass die Rupp AG nunmehr 100 Prozent der Firmenanteile an der Schreiber & Rupp GmbH halte. Auch der zweite Geschäftsführer (ein Vertreter von Schreiber) ist ausgeschieden. Angaben zum Verkaufspreis wurden zunächst nicht gemacht.

Generationswechsel bei Schreiber

Rupp begründet die Entwicklung zum einen damit, dass es auf der Führungsebene von Schreiber einen Generationswechsel gegeben habe. Dabei sei der Fokus immer stärker auf diverse Frischeprodukte (Joghurt etc.) gefallen. Zum anderen habe das Interesse an Retail-Schmelzkäseprodukten bei Schreiber immer mehr nachgelassen.

„Deshalb sind wir an Schreiber herangetreten und haben vorgeschlagen, alle Anteile zu übernehmen.“ Allerdings müsse die Beendigung des Joint Ventures als rein geschäftliche Entscheidung ohne negativen persönlichen Beigeschmack betrachtet werden.

 Josef Rupp, Vorstandsvorsitzender der Rupp AG. <span class="copyright">Rupp</span>
Josef Rupp, Vorstandsvorsitzender der Rupp AG. Rupp

Dieses Joint Venture sei bereits die zweite Zusammenarbeit, die nach vielen Jahren wieder beendet wurde, wenn sich die Umstände ändern. „Ich will nicht ausschließen, dass es einmal ein drittes Joint Venture mit Schreiber gibt“, gibt der Vorstandsvorsitzende zu.

Nur der Name ändert sich

Für das Produktportfolio als auch für Kunden und Mitarbeiter sowie die beiden Standorte bringe der Rückzug von Schreiber keine Auswirkungen mit sich. Es handle sich nur um eine Änderung bei den Gesellschaftsanteilen. „Da wir seit 2014 die Mehrheit der Anteile halten, führen wir die Firma schon längere Zeit wie ein Tochterunternehmen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Rupp im Gespräch.

Allerdings werde der Name Schreiber aus der Firmenbezeichnung Schreiber & Rupp verschwinden. In den nächs­ten Monaten soll entschieden werden, ob das ehemalige Joint Venture in die Rupp AG hineinverschmolzen werde oder aber unter geändertem Namen als selbständige GmbH bestehen bleibe, erklärte Josef Rupp.

Rund 350 Mitarbeiter

Der Schmelzkäseprodukte-Hersteller Schreiber & Rupp beliefert Firmenkunden in weltweit mehr als 65 Ländern. Das Unternehmen kommt auf einen Private Label-Anteil von über 95 Prozent, Produkte unter einer eigenen Marke gibt es nicht. Die Hauptmärkte befinden sich in Europa, Nordafrika, im Mittleren Osten sowie in Asien.

Im Werk Lindenberg arbeiten rund 100 Mitarbeiter für Schreiber & Rupp, am Rupp-Stammsitz in Hörbranz sind es an die 250 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz bewegt sich in einer Größenordnung zwischen 120 und 130 Millionen Euro.

(Günther Bitschnau/wpa)

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