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Europa rückt Bahnausbau in Fokus

16.09.2021 • 19:36 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Landeshauptmann Markus Wallner und Martina Büchel-Germann, Vorständin der Abteilung Europaangelegenheiten, beim Auftakt der Mobilitätswoche. <span class="copyright">Serra</span>
Landeshauptmann Markus Wallner und Martina Büchel-Germann, Vorständin der Abteilung Europaangelegenheiten, beim Auftakt der Mobilitätswoche. Serra

Wallner wies bei Mobilitätswoche auf Bedeutung des Bahnverkehrs hin.

Zum Auftakt der europäischen Mobilitätswoche verabschiedete Landeshauptmann Markus Wallner am Donnerstag eine im EU-Design gehaltene Lok am Bahnhof Bregenz. Der Zug, der bereits seit einiger Zeit unterwegs ist und zu diesem Zweck außerplanmäßig am Bahnsteig Halt machte, soll nun weiter durch die Republik fahren und als Nächstes Station in Salzburg machen. Es gehe darum, den europäischen Gedanken in die Länder zu tragen, erklärte der Landeshauptmann.

Die Mobilitätswoche zwischen 16. und 22. September wird österreichweit an zehn Informationsstellen beworben. Sie steht heuer im Zeichen des europäischen Jahres der Schiene und des von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ausgerufenen „Green Deals“. Dieser wird auch auf der „Taurus-Lok“ der ÖBB entsprechend beworben. Es gehe darum, für klimafreundliche Mobilität zu mobilisieren, so der Landeshauptmann.
Wallner betonte die Bedeutung des Schienenverkehrs für eine klimafreundliche Mobilität. Auch wenn der Verkehr insgesamt viel zum europaweiten CO2-Ausstoß beitrage, sei die Belastung durch die Bahn deutlich geringer.
Er und die Landesregierung hätten sich jahrelang im Kontakt mit der deutschen Politik bemüht, die Elektrifizierung der Strecke nach München zu erreichen, die nun abgeschlossen sei. Nun komme man per Bahn in zwei Stunden in die bayerische Hauptstadt.

Schneller nach Zürich

Wallner verwies weiters auf die Bedeutung der weiteren Optimierung der Strecke in die Schweiz: „Wir wollen schneller nach Zürich kommen.“ Dorthin sei kurzfristig eine Fahrzeit von einer Stunde und 25 Minuten geplant. Darüber hinaus genieße der Ausbau des Nahverkehrs Priorität. Aufgrund des negativen Ausgangs der Liechtensteiner Volksabstimmung zum Bahnprojekt FLACH, liege der Ausbau dort auf unabsehbare Zeit auf Eis. In Liechtenstein müsse man sich zunächst klar darüber werden, wohin der Weg führen soll. Die Planung für die Bahnhöfe und Haltestellen auf österreichischer Seite gingen aber weiter, das betreffe auch die vorgesehene ÖBB-Haltestelle in Tosters. Bei den als „Talent-3-Ersatz“ abgerufenen Siemens-„Desiro-Zügen“ rechne man nach wie vor mit einem Einsatz zum Ende des Jahres 2022.

Kein zweigleisiger Ausbau

Ende des Jahres stehe die Eröffnung der Südschleife zwischen Lauterach und Hard an, mit der die Schaffung einer neuen S-Bahn-Linie S5 verbunden sein wird. Sie soll von Lustenau nach Feldkirch und Dornbirn führen. Das weitere Ziel sei es, diese Linie bis nach St. Margrethen zu führen. Ein durchgehend zweigeleisiger Ausbau der Strecke zwischen Lochau und der Schweizer Grenze sei jedoch nicht absehbar, erklärte der Landeshauptmann. Dieser sei derzeit auch noch nicht dringend nötig und hänge vom Ausbau des Güterverkehrs ab.

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