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Getzner mit weltweit einzigartigem Lager

17.09.2021 • 19:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Getzner Werkstoffe

Getzner Werkstoffe eröffnete Erweiterungsbau in Bludenz-Bürs.

Drei Jahre nach dem Spatenstich konnte das international tätige Unternehmen Getzner Werkstoffe seinen Erweiterungsbau am Stammsitz in Bludenz-Bürs feierlich eröffnen. Mit rund 8000 Quadratmetern Neubaufläche, 120 neuen Arbeitsplätzen und einem ausgeklügelten Hochregallager hat der Weltmarktführer im Schwingungsschutz nach eigenen Angaben die Grundlage geschaffen, um seine Produktionsmenge zu verdoppeln. Den Ausführungen der Verantwortlichen zufolge dürfte das Neubauprojekt in vielerlei Hinsicht ein Kraftakt gewesen sein.

Herausforderungen

So nahm das Unternehmen für den Ausbau der Produktions- und Lagerkapazitäten sowie der Verwaltungsflächen samt Ausstattung und Maschinen rund 53 Millionen Euro in die Hand. Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (ÖVP) bezeichnet die Investition als „wichtigen wirtschaftlichen Impuls für die gesamte Region“. Die Erfolgsgeschichte von Getzner Werkstoffe zeige einmal mehr das große Innovationspotenzial der Vorarlberger Betriebe auf, so der Landesrat. Auch Markus Comploj, Geschäftsführer der Holding Getzner, Mutter & Cie., unterstreicht, dass sich die Eigentümer von Getzner mit dem Erweiterungsbau klar zum Wirtschaftsstandort Vorarlberg bekennen: „Wir sichern die Arbeitsplätze am Standort Bürs langfristig und nachhaltig.“

Schlüssel­übergabe: Markus Comploj (Getzner, Mutter &amp; Cie), Jürgen Rainalter (Getzner Werkstoffe), Landesrat Marco Tittler, Markus Beck (gbd ZT) und Architekt Erich Steinmayr (v.l.). <br><span class="copyright">Oliver Lerch</span> 
Schlüssel­übergabe: Markus Comploj (Getzner, Mutter & Cie), Jürgen Rainalter (Getzner Werkstoffe), Landesrat Marco Tittler, Markus Beck (gbd ZT) und Architekt Erich Steinmayr (v.l.).
Oliver Lerch 

Eine große Herausforderung stellte auch der Bau bzw. die Planung des vollautomatischen Hochregallagers dar. „Darauf sind wir besonders stolz. So etwas wurde noch nicht gebaut“, freut sich Michael Reinalter, Geschäftsführer der Getzner Werkstoffe, über das in seiner Ausführung weltweit einzigartige Hochregallager. In der 100 Meter langen und 20 Meter hohen Halle werden die bis zu 31 Meter langen und 14 Tonnen schweren Schwingungsschutzmatten wie in Schubladen gelagert. Mit einer Kapazität von 600 Paletten bietet das Hochregallager Platz für 450.000 Quadratmeter Matten – das entspricht einer Gesamtfläche von mehr als 62 Fußballfeldern. „Von dort aus können wir sie automatisiert zu Rollen wickeln. Es dient als Reaktionslager und als Sicherheitspuffer, um Kunden auch kurzfristig mit Ware versorgen zu können“, erklärt Rainalter.

Bis zu 31 Meter lange und 14 Tonnen schwere Schwingungsschutzmatten lagern im modernen Hochregallager wie in Schubladen.<span class="copyright">Marcel Hagen</span>
Bis zu 31 Meter lange und 14 Tonnen schwere Schwingungsschutzmatten lagern im modernen Hochregallager wie in Schubladen.Marcel Hagen

„Besonders stolz sind wir auf unser Hochregallager in weltweit einzigartiger Ausführung und Dimension.“

Jürgen Reinalter, Geschäftsführer

Der mit der Planung befasste Architekt Erich Steinmayr betonte, dass es keine leichte Aufgabe gewesen sei, das voluminöse Hochregallager auf dem zur Verfügung stehenden Grundstück unterzubringen. Steinmayr, er zeichnete bereits für die Erweiterung vor zehn Jahren verantwortlich, setzte gestalterisch auf Konsolidierung. „Der Neubau ist klar und minimalistisch. Vorhandene Materialien haben wir weitergeführt“, so der Architekt, der das Projekt gemeinsam mit dem Architekturbüro Nachbaur Wörter umsetze.

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Oliver Lerch

Comploj erklärte, dass das Unternehmen bei der Planung besonderen Wert auf eine nachhaltige Energieversorgung gelegt habe. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, den Energiebedarf vorrangig aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Die Energieversorgung erfolgt daher einerseits über das kürzlich erneuerte Kleinwasserkraftwerk der Getzner, Mutter & Cie.“ Zudem, führt Comploj weiter aus, wurden die Dachflächen mit Fotovoltaik-Modulen bestückt, die zusätzlich Energie bereitstellen.

Zahlen und Fakten

• Spatenstich: 16. August 2018

• Investition: 53 Millionen Euro (Gebäude, Maschinen/Ausstattung)

• Arbeitsplätze: 120 (für bestehende und neue Mitarbeitende)

• Neubaufläche: 8000 m2

• Bisheriges Betriebsgelände: 30.000 m2

• Außenfläche: rund 12.500 m2 (Parkplätze, Lkw-Umkehrplatz, Grünfläche etc.)

• Planung Neubau: Erich G. Steinmayr, Architekt, Feldkirch; Nachbaur Wörter Architekten, Schwarzach; Iris Kellner, Innenarchitektur Lindau; Marika Marte, Innenarchitektur, Muntlix

• Projektsteuerung: gbd ZT, Markus Beck, Dornbirn; Markus Feurstein, Gerold Burtscher, Getzner Werkstoffe

• Bauleitung: gbd ZT, Manfred Berchthold, Dornbirn; Mario Burtscher, Getzner Werkstoffe

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