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Beim Streitschlichten die Schwägerin verletzt

22.09.2021 • 13:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Klaus Hartinger</span>
Symbolbild/Klaus Hartinger

Berufungsrichter bestätigten Schuldspruch, setzten Geldstrafe herab.

Auch in der Berufungsverhandlung am Landesgericht Feldkirch beantragte der Angeklagte vergeblich einen Freispruch vom Vorwurf der Körperverletzung. Aber der Schuldspruch des Bezirksgerichts wurde in zweiter Instanz bestätigt. Demnach hat der 50-Jährige als Streitschlichter bei einem ehelichen Konflikt seine Schwägerin geschlagen und dabei leicht verletzt.

Dafür wurde der türkischstämmige Mann am Bezirksgericht zu einer teilbedingten Geldstrafe von 840 Euro (120 Tagessätze zu je 7 Euro) verurteilt. Davon betrug der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 420 Euro.
In der Berufungsverhandlung wurde die Geldstrafe herabgesetzt. Der Berufungssenat verringerte die Höhe des einzelnen Tagessatzes auf vier Euro. Damit beläuft sich die Geldstrafe nunmehr auf 480 Euro (120 Tagessätze à 4 Euro), davon 240 Euro unbedingt. Das Urteil ist rechtskräftig. Zu bezahlen hat der Verurteilte daher um 180 Euro weniger als ursprünglich festgelegt wurde. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen gewesen.

Die Berufungsrichter entschieden sich wegen der Unterhaltspflichten für den Mindesttagessatz von vier Euro. Denn der Angeklagte habe finanziell für seine beeinträchtigte volljährige Tochter zu sorgen und für seine Gattin, deren Einkommen ein geringes sei. Die Höhe des einzelnen Tagessatzes hängt von den finanziellen Möglichkeiten des Straftäters ab. Von 500 auf 250 Euro reduziert haben die Zweitrichter das Schmerzengeld, das der Angeklagte seiner Schwägerin zu bezahlen hat, weil sie nur zwei, drei Tage lang Schmerzen gehabt habe.

Schwägerin geschlagen

Auch die Berufungsrichter glaubten dem Angeklagten nicht, der angab, er habe seine Schwägerin nicht geschlagen. Der Berufungssenat hielt die Angaben der Schwägerin und eines zwölfjährigen Buben für glaubwürdig. Der Sohn des mutmaßlichen Opfers sagte, sein Onkel habe seine Mutter geschlagen.

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