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Corona-Maßnahmen: Kündigung von Lehrern

24.09.2021 • 13:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Corona-Maßnahmen: Kündigung von Lehrern
Köstinger

Oft reicht es aus, den Lehrerinnen und Lehrern mit Konsequenzen zu drohen.

In Österreich sind seit Pandemiebeginn 25 Lehrerinnen und Lehrer gekündigt worden, weil sie die Einhaltung von Corona-Maßnahmen verweigert haben. Sie wollten etwa keine Masken in der Schule tragen oder haben sich geweigert, Kinder beim „Nasenbohrertest“ zu beaufsichtigen. Im Bundeslehrerbereich trennten sich die Bildungsdirektionen deshalb von vier Lehrkräften, im Pflichtschulbereich von 21.

  • Die meisten Kündigungen bzw. Entlassungen gab es laut APA-Rundruf in den Bildungsdirektionen in Niederösterreich, wo man acht Lehrkräfte verabschiedete (alle im Pflichtschulbereich).
  • In Wien wurden fünf Dienstverhältnisse beendet (zwei Bundeslehrkräfte/drei Pflichtschule),
  • in Vorarlberg ebenfalls fünf (alle an Pflichtschulen),
  • in Oberösterreich drei (alle Pflichtschule),
  • in der Steiermark zwei (je eines im Bundesschul- und Pflichtschulbereich) sowie
  • in Salzburg eines (Pflichtschule) und
  • in Kärnten eines. Bei letzterem dürfte es sich um jene Gymnasiallehrerin handeln, die derzeit vor Gericht gegen ihre Entlassung vorgeht.

Ohne Kündigung bzw. Entlassung kamen das Burgenland und Tirol aus. Das heißt aber nicht, dass es keinen Widerstand gegen die Corona-Regeln gegeben hätte, hieß es etwa aus Tirol. „Dass es noch zu keinen Kündigungen gekommen ist, liegt sicherlich auch daran, dass wir im Vorfeld eine harte Linie gefahren haben“, sagte ein Mitarbeiter der Bildungsdirektion.

Oft hätten Bedenken und Weigerungen in persönlichen Gesprächen mit der Schulleitung oder der Behörde ausgeräumt werden können. In Einzelfällen habe man mit Konsequenzen wie einer Suspendierung gedroht. Diese Drohungen hätten meist „gefruchtet“. Einzelne Lehrer hätten sich aber auch karenzieren lassen.