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Doppelmayr bekommt Pandemie zu spüren

28.09.2021 • 20:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Feichter

Im Geschäftsjahr 2020/21 ging der Umsatz um 12,5 Prozent zurück.

Die internationalen Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie sind der Doppelmayr Holding SE insbesondere in ihrem Kerngeschäft, den Seilbahnen für den touristischen Einsatz in den Alpen, ordentlich in die Parade gefahren. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht der Vorarlberger Firmengruppe, der den Zeitraum 1. April 2020 bis 31. März 2021 abdeckt. Demnach sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2020/21 um 12,5 Prozent auf 763 Millionen Euro. Die den tatsächlichen Geschäftsverlauf besser abbildende Betriebsleistung reduzierte sich im gleichen Zeitraum jedoch um etwa 30 Prozent auf 669 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Diesem Umsatzminus im Geschäftsjahr 2020/21 ist bereits ein Umsatzrückgang von 6,7 Prozent auf 872 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019/20 vorausgegangen. Das bedeutet, dass sich der Rückgang des Geschäftsvolumens im Geschäftsjahr 2020/21 mehr oder weniger verdoppelt hat. Weltweit beschäftigte die Firmengruppe zum Bilanzstichtag 3192 Mitarbeiter, davon 1617 in Vorarlberg. Im Jahr davor waren es international 3403 Mitarbeiter, davon 1665 in Vorarlberg. Folglich hat Doppelmayr den Personalstand von 2019/20 auf 2020/21 weltweit um mehr als 200 Mitarbeiter reduziert.

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Thomas Pichler Hartinger

Seilbahngeschäft leidet

Bei Doppelmayr sind diese Veränderungen eine Konsequenz aus der globalen Coronapandemie. Gerade der eingangs erwähnte Geschäftsbereich sei davon „hart getroffen“ worden. Immerhin entfallen 50 Prozent des Doppelmayr-Umsatzes auf wintertouristische Seilbahnprojekte. Dort hat naturgemäß die Investitionsbereitschaft entsprechend gelitten.
Der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Pichler geht zwar davon aus, dass auch die nächsten Jahre noch von Covid-19 begleitet werden. Allerdings übt sich Pichler in Optimismus. Das zeige der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. „Im vergangenen Jahr haben wir zahlreiche Innovationen und Neuprodukte am Markt lanciert. Auch unsere digitale Kompetenz haben wir ausgebaut. Dazu kommt eine wachsende Akzeptanz der Seilbahn als urbane Mobilitätslösung auch in Europa.“ Pichler verweist dabei auf den Auftrag zur Realisierung einer Stadtseilbahn in Paris. Gleichzeitig zeichne sich auch eine Erholung des Tourismus ab. „Die Menschen wollen wieder Berge und Freizeit mit der Seilbahn erleben, im Winter wie im Sommer.“

100 Lehrlinge

Mit dem aktuellen Personalstand sei man nach dem ersten Pandemie-Jahr stabil aufgestellt. Als Beispiel für den zuversichtlichen Blick in die Zukunft nennt Pichler die Tatsache, dass Doppelmayr über 100 Lehrlinge ausbilde.
Zur Doppelmayr Holding SE zählen unter anderem die Tochterfirmen Doppelmayr Seilbahnen, Doppelmayr Cable Car, Ropetrans und LTW Intralogis­tics sowie Gassner Stahlbau.

Günther Bitschnau/wpa

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