Allgemein

Angeklagter bekannte sich nicht schuldig

28.09.2021 • 16:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Angeklagter bekannte sich nicht schuldig
Vor dem Landesgericht Feldkirch hat sich 38-Jähriger wegen Mordes verantworten müssen.Neue

Mann soll Lebensgefährtin getreten haben, welche später im Spital verstarb.

Vor dem Landesgericht Feldkirch hat sich am Dienstag ein 38-jähriger Mann wegen Mordes verantworten müssen. Er soll laut Anklage seine 37-jährige Freundin im November 2020 derart heftig gegen den Kopf getreten haben, dass sie nach einer irreversiblen Hirnschädigung zehn Tage später im Spital verstarb. Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig. Seine Ex-Freundin wurde im Streit ebenfalls verletzt. Alle Beteiligten waren alkoholisiert, der Mann mit knapp drei Promille.

Angeklagter bekannte sich vor Gericht nicht schuldig am Tod seiner Lebensgefährtin.<span class="copyright">NEUE</span>
Angeklagter bekannte sich vor Gericht nicht schuldig am Tod seiner Lebensgefährtin.NEUE

Verletzungen laut Gerichtsmediziner nicht von Sturz

Der arbeitslose Maurer sagte vor dem Schwurgericht, er sei nicht schuldig am Tod seiner Lebensgefährtin, er habe sie nicht geschlagen oder getreten. Von den angeklagten Vorwürfen stimme lediglich, dass er sie an den Haaren gezogen und aus der Wohnung in Bregenz geworfen habe. Der Angeklagte und sein Verteidiger sagten, die Verletzungen könnten auch von einem Sturz über die Stiege stammen. Gerichtsmediziner Walter Rabl sagte dazu, ein solcher Sturz hätte ein völlig anderes Verletzungsbild ergeben. Die Schuld für die schweren Verletzungen der Ex-Freundin nahm der mehrfach vorbestrafte 38-Jährige hingegen auf sich.

Senat mit Richter Dietmar Nußbaumer.<span class="copyright">Neue</span>
Senat mit Richter Dietmar Nußbaumer.Neue

Gutachten von Haller

Zu dem Streit war es in der Wohnung der Ex-Freundin des Mannes gekommen. Er war dort zu Besuch, es wurde getrunken, die Lebensgefährtin des Maurers kam dazu, wegen Eifersucht kam es zum Streit. Später rief die Frau die Polizei, weil sie geschlagen worden sei. Nachdem die Beamten wieder gegangen waren, rastete der deutsche Staatsbürger offenbar aus, so die Staatsanwaltschaft. Ein Nachbar rief erneut die Polizei, die Einsatzkräfte fanden die Frau schwer verletzt im Stiegenhaus vor.

Das Verfahren um Mord und Körperverletzung wurde für den gesamten Tag anberaumt. Geladen waren mehrere Zeugen, die kontradiktorische Einvernahme des zweiten Opfers wurde über Video abgespielt. Für den Nachmittag war das Gutachten von Psychiater Reinhard Haller angesetzt. Das Urteil wird am frühen Abend erwartet.

APA

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.