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Zahl der Arbeitslosen im Ländle sinkt

01.10.2021 • 21:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. <span class="copyright">Sams</span>
AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Sams

In Vorarlberg gibt es 9567 Arbeitslose und 2179 Personen in Schulungen.

Die Coronakrise hat den heimischen Arbeitsmarkt ordentlich gebeutelt. Doch nun scheint sich die Lage in Vorarlberg langsam zu bessern. Die Unternehmen sind wieder auf der Suche nach Mitarbeitern und fahren ihre Produktionen langsam wieder hoch.

Das zeigt sich auch in der Arbeitslosenstatistik, denn der Trend ist weiter positiv. „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich“, informiert AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. „Wir nähern uns langsam dem Vorkrisenniveau von 2019 an. Ende August lagen wir um 1068 vorgemerkte Arbeitslose darüber, aktuell sind es nur noch 485 Vorgemerkte“, so Bereuter.
Zwar liegt die Zahl der Arbeitslosen in Vorarlberg mit Ende September bei 9567 Personen, 2179 weitere befinden sich in Schulungen, dennoch ist eine klare Entlastung in diesem Bereich zu registrieren. Dies entspricht nämlich einem Rückgang von 2490 Personen oder 20,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vorkrisenjahr 2019 lag die Zahl an arbeitslos vorgemerkten Personen bei 9082.
Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen weiter gestiegen. Mit 5055 offenen Stellen erhöhte sich das Stellenangebot im Vergleich zum Vorjahr (+2.124 oder +72,5 Prozent). Allerdings ist es ein Trugschluss, diese immer mit den Arbeitssuchenden besetzen zu können. Oftmals werden spezifische Kenntnisse und damit sogenannte Fachkräfte, gesucht, und die Ausbildung der Arbeitssuchenden entspricht nicht den Qualifikationen der ausgeschriebenen Stellen.

Junge Menschen in Beschäftigung

Ähnlich verhält es sich bei den Lehrstellen, wo derzeit exakt 200 Jugendliche einen Ausbildungsplatz suchen. Dem gegenüber stehen 681 sofort verfügbare offene Lehrstellen. Im Vorjahr suchten zu diesem Zeitpunkt mit 402 Personen noch 50,2 Prozent mehr Jugendliche einen Platz.
Das Arbeitslosigkeitsrisiko hat sich für Personen unter 25 Jahren aber deutlich verringert. „In dieser Altersgruppe haben wir jetzt bereits das Vorkrisenniveau um 118 Arbeitslose oder minus 8,4 Prozent unterschritten“, analysiert der Landesgeschäftsführer.
Die kräftigen Personalaufstockungen der Unternehmen führten erstmals zu einem deutlichen Abbau der krisenbedingt stark gestiegenen Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Personen. Mit 2694 vorgemerkten Personen in dieser Gruppe hat sich ihre Zahl gegenüber dem Vormonat um 321 oder minus 10,7 Prozent verringert.

Österreichvergleich

Ein Blick auf Gesamtösterreich bestätigt die Vorarlberger Entwicklung. Laut AMS-Vorstand Johannes Kopf sinkt die Arbeitslosigkeit „mit unglaublicher Geschwindigkeit“. Im September waren 338.514 Personen als arbeitslos oder in Schulung registriert. Gegenüber Ende September 2020 ist dies ein Rückgang um mehr als 70.000 Personen beziehungsweise um 17,2 Prozent. Im Vergleich zum September 2019 liegt die Arbeitslosigkeit aufgrund der steigenden Schulungszahlen mit rund 4000 Personen nur mehr leicht über der Vor-Coronazeit.
Konkret waren 269.250 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet, ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22,4 Prozent. Dazu kommen 69.264 Teilnehmer an Schulungen, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,8 Prozent.
Mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent liegt Vorarlberg unter dem Bundesschnitt von 6,5 Prozent. Salzburg (3,5 Prozent), Tirol (3,8 Prozent), Ober­österreich (4,0 Prozent) sowie die Steiermark (5,2 Prozent) schneiden besser ab.

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