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Bewohner sah fern: Einbrecher stahl Geld

06.10.2021 • 19:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der 31-Jährige soll in vier Wohnhäuser eingebrochen sein.  <span class="copyright">Symbolbild Hartinger/Hofmeister</span>
Der 31-Jährige soll in vier Wohnhäuser eingebrochen sein. Symbolbild Hartinger/Hofmeister

Vorbestrafter 31-Jähriger aus Albanien wegen fünf Einbrüchen angeklagt.

Vor allem gewerbsmäßige Einbruchsdiebstähle in Wohnstätten wirft die Staatsanwaltschaft dem mit einschlägigen Vorstrafen in Deutschland belasteten Angeklagten vor. Dafür sieht das Strafgesetzbuch für den Fall eines Schuldspruchs ein bis zehn Jahre Gefängnis vor. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. In der Anklageschrift wird dem Albaner hauptsächlich zur Last gelegt, er habe zwischen März und April in Vorarlberg und Tirol fünf Einbruchsdiebstähle begangen, davon vier in Wohnhäuser.

In der Nacht auf den 4. März soll der 31-Jährige in Nenzing daran gescheitert sein, mit einem Stein eine Fensterscheibe eines Wohnhauses einzuschlagen. Danach, so die Darstellung der Anklagebehörde, habe er in derselben Straße mit einem Stein das Wohnzimmerfenster eines anderen Wohnhauses eingeschlagen. Im Erdgeschoss soll er ein Luftdruckgewehr und Bargeld entwendet haben. Danach habe er bemerkt, dass der Hausbewohner anwesend war, weil im Obergeschoss der Fernseher lief, und deshalb die Flucht ergriffen.

Gegen Festnahme gewehrt

Im April soll der Bauarbeiter dann in Tirol bei zwei Einbrüchen in Wohnhäuser Geld und Schmuck erbeutet haben. Am 10. April verständigte der Eigentümer die Polizei, als er auf Live-Bildern der Über­wachungskamera einen Einbrecher in seinem Innsbrucker Büro sah. Der 31-Jährige soll sich gegen seine Festnahme gewehrt und dabei zwei Polizisten verletzt haben. Dazu wurde er wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung angeklagt.

Der einschlägig Vorbestrafte ging nach Ansicht der Staatsanwaltschaft gewerbsmäßig vor. Die Anklageschrift ist noch nicht rechtswirksam. Deshalb wurde am Landesgericht Feldkirch noch kein Termin für einen Schöffenprozess festgesetzt. Der Angeklagte wird teilweise auch durch DNA-Spuren und einen Schuhabdruck belas­tet. Er sagte vor der Polizei, er könne sich nicht mehr an die Einbrüche erinnern.