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Spatenstich für einen Meilenstein

08.10.2021 • 21:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Spatenstich mit Architekten, Vertretern der Gemeinde und Kindern. <span class="copyright">Lukas Hämmerle</span>
Spatenstich mit Architekten, Vertretern der Gemeinde und Kindern. Lukas Hämmerle

Baustart für bislang größtes Hochbauprojekt der Marktgemeinde Lustenau.

Der Campus in Lustenau umfasst eine Clusterschule aus Volksschule und SPZ mit Ganztagsbetreuung, einen Kindergarten, eine Doppelturnhalle, Elternberatung und eine Produktionsküche für Lustenaus Kindergärten und Schulen. Zudem soll es eine Begegnungszone sowie eine neue Fuß- und Radwegverbindung im Quartier geben. Ein Park wird Schule und Kindergarten mit dem benachbarten, geplanten Betreuten Wohnen der Vogewosi verbinden.

Für Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP) ist der Spatenstich ein historischer Moment. „Wir schaffen mit dem Campus einen zukunftsweisenden Ort der Bildung für unsere Kinder und darüberhinaus für das Leben der gesamten Bevölkerung im Rotkreuz.“

Das Projekt des steirischen Büros „fasch&fuchs.architekten“ ging aus einem zweistufigen Architekturwettbewerb als Sieger hervor. Der Campus setze neue architektonische Maßstäbe, heißt es in einer Aussendung.
Das alte Volksschulgebäude wird im Zuge der Erweiterung von allen späteren Anbauten befreit. Somit bleibt der Geist der Schule der Architektengruppe C4, die die Schule in den 1960-ern geplant hatte, trotz neuer Zubauten erhalten. „Das Gebäude ist unter seinen ganzen unliebsamen Kleidern ein Juwel und ein Teil von Lustenau“, sagte Architektin Hemma Fasch. Sie befindet, dass es eine gute Entscheidung gewesen sei, diesen Teil nicht zu schleifen.
Der Schulbau erfolgt in zwei Bauetappen: Im August/September wurden die veraltete Turnhalle und der Kindergarten abgebrochen, diese werden neu als Doppelturnhalle und Ganztagskindergarten errichtet. Gänzlich neu gebaut wird die innovative Produktionsküche für die „Esskultur“, regionales, gesundes Essen in Lustenaus Kindergärten und Schulen.

So wird der Campus einmal aussehen.<span class="copyright">Aberjung</span>
So wird der Campus einmal aussehen.Aberjung

Bereits in der letzten Kindergartenwoche sind deshalb die Kindergartenpädagoginnen in ihre Ausweichquartiere übersiedelt. Zwei Kindergruppen des Sprengels Rotkreuz werden von ihren Pädagoginnen im Kindergarten „Am Schlatt“ betreut, eine Kindergruppe findet Platz im Kindergarten Augarten. Die Container der Mittagsbetreuung wurden neben der Mittelschule Rheindorf platziert.

Bis voraussichtlich Sommer 2023 soll diese erste Bauetappe abgeschlossen sein. In der zweiten Bauetappe wird das Volksschulgebäude saniert, umgebaut und erweitert. Die Volksschüler übersiedeln währenddessen in den neuen Kindergarten und die Mittagsbetreuung. Im SPZ erfolgen notwendige Adaptierungen, die im Zuge der Umbauarbeiten in der Volksschule erforderlich werden. Läuft der Bau nach Plan, soll der Campus in den Semesterferien 2025 bezugsfertig sein. Wie beim Bau des Feuerwehrhauses sollen möglichst regionale Betriebe beauftragt werden, hieß es.