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Wieder Prozess um Betrug bei Hauskauf

08.10.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte soll laut Staatsanwältin einen Betrugsversuch unternommen haben. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Angeklagte soll laut Staatsanwältin einen Betrugsversuch unternommen haben. Hartinger

Neuerlich soll vorbestrafter Angeklagter Kaufpreis nicht bezahlt haben.

Wiederum wird dem 57-Jährigen vorgeworfen, bei einem Hauskauf betrogen zu haben. Dieses Mal muss sich der sechsfach Vorbestrafte vor Gericht verantworten, weil er im Vorjahr den Kaufpreis von 590.000 Euro für ein Wohnhaus im Bezirk Bludenz nicht bezahlt hat. Zuvor hatte der Unterländer den Kaufvertrag unterzeichnet.

Im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch erging am Donnerstag noch kein Urteil. Die Verhandlung wurde zur Befragung weiterer Zeugen vertagt.

Zahlungsunfähig

Staatsanwältin Julia Müller legt dem Angeklagten zur Last, er habe den Kaufvertrag unterschrieben und notariell beglaubigen lassen, obwohl er weder zahlungsfähig noch zahlungswillig gewesen sei. Damit habe er die Verkäuferin des Hauses zu betrügen versucht. Und er habe den Immobilienmakler um 14.000 Euro betrogen. Angeklagt wurde das Verbrechen des teilweise versuchten schweren Betrugs. Dafür beträgt der Strafrahmen für den Fall eines Schuldspruchs ein bis zehn Jahre Gefängnis.

Freispruch beantragt

Der Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig. Verteidiger Gernot Klocker beantragte einen Freispruch für seinen Mandanten. Der Angeklagte gab zu Protokoll, ein Investor für die damals vor der Gründung stehende Investmentgesellschaft des Angeklagten habe das versprochene Geld doch nicht investiert. Deshalb habe er den Kaufpreis nicht bezahlen können.

Disko-Übernahme geplant

Im Vorjahr wurde der Angeklagte am Landesgericht schuldig gesprochen, weil er trotz seiner Überschuldung 2017 einen Kaufvertrag unterschrieben, aber den Kaufpreis von mehr als 400.000 Euro für ein Haus nicht bezahlt hatte. Wegen versuchten schweren Betrugs wurde der einschlägig Vorbestrafte 2020 am Landesgericht zu 24 Monaten Gefängnis verurteilt, davon 8 Monate unbedingt.
Am Donnerstag sagte der Angeklagte vor Gericht, in der kommenden Woche würden er und Investoren Abschlussgespräche für die Übernahme einer im Unterland gelegenen Diskothek führen.

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