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Strengere Bestrafung für rückfälligen Gewalttäter

09.10.2021 • 11:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In zweiter Instanz wurde die Strafe erhöht.     <span class="copyright"> Shutterstock</span>
In zweiter Instanz wurde die Strafe erhöht. Shutterstock

Statt Geldstrafe für Vorbestraften bedingte Haftstrafe und höhere Geldstrafe.

Einen Tritt in den Rücken versetzte der Angeklagte nach den gerichtlichen Feststellungen im August 2020 auf einer Treppe in einem Bregenzer Einkaufszentrum einem jungen Mann. Der Getretene verlor das Gleichgewicht. Er konnte sich an seinem Bruder abstützen und so einen Sturz auf der Treppe verhindern. Das war auf Bildern einer Überwachungskamera zu sehen.

Wegen versuchter Körperverletzung wurde der mehrfach einschlägig vorbestrafte Angeklagte im Mai am Bezirksgericht Bregenz zu einer Geldstrafe von 800 Euro (200 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt.

Strafberufung

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch bekämpfte das erstinstanzliche Urteil mit einer Strafberufung. Chef-Staatsanwalt Wilfried Siegele sagte in der Berufungsverhandlung am Landesgericht Feldkirch, das rücksichtslose und brutale Vorgehen des vorbestraften Angeklagten müsse strenger bestraft werden.

Der Berufungssenat mit den Richtern Angelika Prechtl-Marte, Martin Mitteregger und Andreas Böhler gab der Strafberufung der Staatsanwaltschaft Folge. Die Strafe wurde angehoben, zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von drei Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 960 Euro (240 Tagessätze a`4 Euro). Das Urteil ist rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht sieben Monaten Haft.

Einschlägige Vorstrafe

Mit einer Geldstrafe sei nicht mehr das Auslangen zu finden gewesen, sagte Landesgerichtspräsidentin Prechtl-Marte als Vorsitzende des Schöffensenats in ihrer Urteilsbegründung. Denn der Angeklagte sei zwischen 2014 und 2016 bereits drei Mal wegen Körperverletzungsdelikten verurteilt worden. Weil die letzte einschlägige Vorstrafe schon fünf Jahre zurückliege, sei aber von einer zu vollziehenden, teilbedingten oder gänzlich unbedingten Haftstrafe abzusehen gewesen.

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