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“Wir sollten ein Bundesland aufhetzen”

09.10.2021 • 12:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Reinhold Mitterlehner, Elisabeth Köstinger und Sebastian Kurz, anl. seiner Wahl von Kurz zum Bundesparteiobmann der ÖVP im Rahmen eines Bundesparteitages der ÖVP, am Samstag, 01. Juli 2017
Reinhold Mitterlehner, Elisabeth Köstinger und Sebastian Kurz, anl. seiner Wahl von Kurz zum Bundesparteiobmann der ÖVP im Rahmen eines Bundesparteitages der ÖVP, am Samstag, 01. Juli 2017 APA/HANS PUNZ

Einträge in Akten zeigen, wie Arbeit von Kern und Mitterlehner sabotiert wurde.

Weitere am Donnerstagabend zum Casinos-Akt genommene Protokolle, die der Redaktion vorliegen, belegen, wie zerrüttet das Verhältnis zwischen dem heutigen Bundeskanzler und damaligen Außenminister Sebastian Kurz und dem damaligen Vizekanzler und Parteichef Reinhold Mitterlehner 2016 war – und zwar bis zur Sabotage von gemeinsamen Regierungsprojekten.

In einem Austausch zwischen dem damaligen Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, und Kurz vom Juni 2016 ging es beispielsweise um eine Bankenabgabe und einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung für Kleinkinder. Sie vereinbaren, dieses Projekt zu torpedieren:

Anmerkung: HBK = Christian Kern, SPÖ; HVK = Reinhold Mitterlehner, ÖVP

“Dead like a dodo”

Einige Wochen später bezeichnet Schmid, der mit Kurz mehrere Bergtouren unternommen hatte, Mitterlehner einer Mitarbeiterin gegenüber als “dead like a dodo” – mehr als ein halbes Jahr, bevor dieser frustriert über diverse Sabotageakte aus den eigenen Reihen sein Amt hinschmeißen sollte.

Jahre später wird Mitterlehner noch einmal Thema zwischen Kurz und Schmid. Nachdem der ehemalige VP-Chef sein Buch “Haltung” präsentiert hatte, das Kurz nicht besonders schmeichelt, tauschen sich die beiden darüber aus:

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