Allgemein

Vorbestrafter ging auf Polizisten los

12.10.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der 27-jährige Mann wurde am Landesgericht Feldkirch zu einer Haftstrafe verurteilt.  <span class="copyright">Hartinger</span>
Der 27-jährige Mann wurde am Landesgericht Feldkirch zu einer Haftstrafe verurteilt. Hartinger

27-Jähriger verletzte Polizisten mit Buntstiften.

Wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung wurde der mit sieben Vorstrafen belastete Angeklagte am Montag am Landesgericht Feldkirch zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Hinzu kommen acht Haftmonate aus zwei offenen einschlägigen Vorstrafen. Damit beträgt die Gesamtstrafe 23 Monate Gefängnis. Das Urteil von Richter Martin Mitteregger ist nicht rechtskräftig, denn der von Bernhard Graf verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Simon Mathis nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.

Die Strafe fiel wegen der einschlägigen Vorstrafen des Angeklagten hoch aus. So hat der Asiate wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt schon einmal fünf von zehn verhängten Haftmonaten verbüßt. Den Strafrest von fünf Monaten hat er jetzt auch abzusitzen. Für den 27-Jährigen erhöhte sich die mögliche Höchststrafe um die Hälfte, von bis zu drei auf bis zu viereinhalb Jahre Gefängnis. Denn er ist in den vergangenen fünf Jahren bereits zumindest zwei Mal zu einschlägigen Freiheitsstrafen verurteilt worden.

Streit mit der Lebensgefährtin

Der Angeklagte hat sich nach den gerichtlichen Feststellungen im August nach einem Streit mit seiner Lebensgefährtin einer polizeilichen Wegweisung zu widersetzen versucht. Demnach hat er mit Buntstiften auf die Schulter eines Polizisten eingestochen und ihn dabei leicht verletzt. Als Schmerzengeld hat der Untersuchungshäftling dem Beamten 300 Euro zukommen zu lassen.

Richter Mitteregger sprach in seiner Urteilsbegründung von einer menschlichen und rechtlichen Komponente. Der Asiate wolle in Österreich bleiben, ihm sei aber kein Aufenthaltstitel gewährt worden. Bei seinen Straftaten sei er stets alkoholisiert gewesen. Er sei mehrmals strafrechtlich verurteilt worden und habe die ihm dabei gewährten Chancen nicht genutzt. Deshalb seien zwei ursprünglich bedingte Haftstrafen nun in unbedingte umzuwandeln gewesen.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.