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Geschäftsführerin veruntreute Gelder

14.10.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/Shutterstock

Geldstrafe für Betreiberin, die Geld aus Fitnessstudio privat abzweigte.

Wegen Veruntreuung, Untreue und betrügerischer Krida wurde die unbescholtene Hausfrau am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Geldstrafe von 1680 Euro (420 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 800 Euro (220 Tagessätze). 880 Euro wurden für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehen. Das Urteil von Richter Thomas Wallnöfer ist bereits rechtskräftig. Der Strafrahmen betrug sechs Monate bis fünf Jahre Gefängnis. Die verhängte Geldstrafe entspricht ­umgerechnet sieben Monaten Haft.

Geld abgezweigt

Die 33-jährige Osteuropäerin hat nach den gerichtlichen Feststellungen als damalige Geschäftsführerin eines Unterländer Fitnessstudios für Frauen zwischen 2015 und 2017 mehrere tausend Euro privat abgezweigt. Demnach hat sie Bargeldeinnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Warenverkäufen für sich selbst verwendet. Sie hat Kosten von 3300 Euro für ein Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung in einem Hotel mit Firmengeldern beglichen. Die GmbH, die den Fitnessklub betrieb, ließ sie auch Treibstoffkosten von 1500 Euro für ihre privaten Autofahrten begleichen. Das galt auch für den Abstellplatz für ihren Pkw, der 300 Euro kostete. Zudem hat die Frau in ihrem Privatkonkursverfahren Geld beiseite geschafft und dadurch Gläubiger betrogen.

Die Betreiber des Fitnessstudios müssen ihre Forderungen an die Angeklagte zivilrechtlich einklagen. <span class="copyright">Hartinger</span>
Die Betreiber des Fitnessstudios müssen ihre Forderungen an die Angeklagte zivilrechtlich einklagen. Hartinger

Die von Stephan Wirth verteidigte Angeklagte sagte vor Gericht, sie bekenne sich größtenteils schuldig. Aber der von ihr angerichtete finanzielle Schaden sei nicht so groß, wie ihr das vorgeworfen werde. Staatsanwalt Johannes Hartmann hat vor der Hauptverhandlung das Strafverfahren zu einigen ursprünglichen Vorwürfen eingestellt. Die zwei Betreiber des Fitnessstudios legten der ehemaligen Geschäftsführerin zur Last, sie habe allein an Bargeld 12.000 Euro veruntreut. Sie müssten diese Forderung zivilrechtlich einklagen.

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