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Widerstand: Frau muss 14.400 Euro bezahlen

14.10.2021 • 19:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach einem Fußballspiel im Altacher Stadion wurde die 31-Jährige zur Täterin. <span class="copyright">Symbolbild/Stiplovsek</span>
Nach einem Fußballspiel im Altacher Stadion wurde die 31-Jährige zur Täterin. Symbolbild/Stiplovsek

Zudem bedingte Haftstrafe von 13 Monaten für 31-jährige Rückfalltäterin.

Wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, versuchter schwerer Körperverletzung und Beleidigung wurde die mit vier Vorstrafen belastete Angestellte mit dem Netto-Monatseinkommen von 2500 Euro am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von 13 Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 14.400 Euro (360 Tagessätze zu je 40 Euro) verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn die Angeklagte und Staatsanwältin Julia Müller nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht 19 Monaten Haft.

Vor dem Fußballstadion

Die geständige Angeklagte hat sich im Juli nach einem Polterabend und einer daran anschließenden Party vor dem Altacher Fußballstadion der Sachverhaltsaufnahme durch die Polizei und danach ihrer Festnahme widersetzt. Dabei hat die 31-Jährige einen 24-jährigen Polizisten mehrfach geschlagen und getreten und ihn mit Schimpfwörtern vor Zeugen beleidigt.

Der Rückfalltäterin bleibt ein weiterer Aufenthalt im Gefängnis erspart. <span class="copyright">Symbolbild/Paulitsch</span>
Der Rückfalltäterin bleibt ein weiterer Aufenthalt im Gefängnis erspart. Symbolbild/Paulitsch

Die junge Frau ist schon in der Vergangenheit mehrmals wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt worden. Deswegen hat sie bereits einmal eine Haftstrafe verbüßt. Er habe bei der Strafbemessung beide Augen zugedrückt, sagte Richter Christoph Stadler in seiner Urteilsbegründung. Weil sie zuletzt acht Jahre lang keine Straftaten mehr begangen habe, habe er von einer neuerlichen unbedingten Gefängnisstrafe abgesehen. Die Geldstrafe sei hoch ausgefallen, weil sie über ein sehr gutes Einkommen verfüge.

Selbst zur Täterin geworden

Die 31-Jährige hatte daran mitgewirkt, dass ein Raufbold aus dem Stadion gebracht wurde. Danach widersetzte sich die Alkoholisierte der einschreitenden Polizei. „Ich dachte, ich habe etwas Gutes getan“, sagte die Angeklagte in ihrem Schlusswort. „Danach wurde ich aber selbst zur Täterin.“