Allgemein

Auch Grabschmuck darf bunt sein

17.10.2021 • 14:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Es darf auf den Gräbern durchaus bunt sein und die Herbstfarben widerspiegeln. <span class="copyright">Hartinger,<br>Rammel</span>
Es darf auf den Gräbern durchaus bunt sein und die Herbstfarben widerspiegeln. Hartinger,
Rammel

Kurz vor Allerheiligen ist es Brauch, die Grabstätten schön herzurichten.

Das Gerüst vieler Pflanzungen am Friedhof sind gerne immergrüne Pflanzen. Muschelzypressen, Nestfichten oder Berg-Ilex sind gern gesehen und ein netter Hintergrund. Sie wachsen sehr langsam und sind deshalb pflegeleicht. Außerdem geben sie der Pflanzung Halt. Diese Pflanzen bilden jedoch nur die Basis. Um etwas mehr Abwechslung und auch Farbe auf die Gräber zu bringen, gibt es andere Vertreter. Da kommen die späten Blüher ins Spiel. Ein Herbst ohne Heide ist kein Herbst. Kaum eine Pflanze wurde züchterisch in den letzten Jahren so verbessert wie die ohnehin schon beliebte Calluna. Die bunten ‚Garden-Girls‘ sind hier mit Abstand die besten und farbintensivsten Knospenblüher mit guter Witterungsbeständigkeit. Wer nicht aufblüht, blüht auch nicht ab. Daher sind diese knospigen Calluna-Arten besonders lang haltbar und sehr dankbar. Die kräftigen Farben bleiben erhalten.

Karg Blumen Gartentipp
Karg Blumen Gartentipp

Offene Blütenglöckchen zeichnen die Schneeheide aus. Dabei sei eines vorweggenommen: ihr Name leitet sich nicht von der Blütenfarbe, sondern von ihrer Winterhärte ab. Die blühenden Triebe gucken gern noch aus dem ersten Schnee. Es gibt die robuste Beetpflanze in allen Schattierungen von Weiß bis Rot.
In den letzten Jahren wurde das Heide-Angebot um blütenlose Sorten mit extrem auffälligen Laubfarben ergänzt. Knalliges Rot, leuchtendes Braun, Froschgrün oder flammendes Orange. Sehr ungewöhnlich, aber wunderschön. Diese neue Generation von Heidegewächsen ist extrem schrill. Es macht einfach Spaß, damit kreativ zu sein und der Fantasie in der Gestaltung freien Lauf zu lassen.

Chrysanthemen

Unsere Floris­tinnen verstehen es bestens, mit den unterschiedlichen Herbsttönen zu spielen. Das Leben ist kein Einheitsbrei und nicht eintönig. Die Grabbepflanzung sollte es daher auch nicht sein. In den Fachgeschäften der Vorarlberger Gärtner wird Ihnen gerne weitergeholfen.

Zum Glück gibt es zu jeder Jahreszeit wunderbare Blüten, da steht auch der Herbst um nichts nach. Die auffallendsten Blüten finden wir zu dieser Jahreszeit an Chrysanthemen, die zu bunten Kugeln aufblühen. Als Topfpflanze herangezogen sind sie vielfältig verwendbar. Schön sind sie auch als dekorative Einzelpflanze, natürlich mit etwas floralem Beiwerk garniert. Sehenswert entfalten sie ihre Wirkung auch als Teil einer gemischten Pflanzung. Sogar in Fenstertrögen sehen sie bezaubernd aus.

Boom des Alpenveilchens

Ahnlich von der Statur sind Kissenastern. Ihre Lila- und Blautöne gibt es bei Chrysanthemen nicht, daher fügen sich die Astern bestens ein. Optisch etwas anders, aber auch intensiv gefärbt, erfährt das Alpenveilchen einen Boom. Vor allem die kleinwüchsigen Sorten sind nett anzusehen und recht robust. In den milden Lagen überstehen sie sogar den Winter, wenn sie in durchlässiger Erde stehen.

Jetzt gilt es nur noch, diese ganzen Schönheiten nett in Szene zu setzen. Lassen Sie sich von den Bildern inspirieren und fragen sie die Expertinnen in ihren Fachgeschäften. Sie helfen Ihnen gerne bei der Gestaltung und bringen neue Ideen ein.

Von Markus Karg

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.