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Florale Empfehlungen für die Grabgestaltung

24.10.2021 • 09:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Für die Feiertage werden die Gräber schön geschmückt.<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Für die Feiertage werden die Gräber schön geschmückt.Klaus Hartinger

Im November wird Ahnen gedacht und Gräber auf Vordermann gebracht.

Die Feiertage stehen vor der Türe und in dieser Zeit ist es üblich zum Totengedenken die Gräber schön zu schmücken. Natürlich lässt sich die anstehende Grabpflege schnell und pragmatisch ausführen. Ein Paar Stiefmütterchen pflanzen, dazwischen ein Trockengesteck von der Stange platzieren und durch das Auswechseln der Kerze in der Laterne ist die Übung auch schon abgeschlossen. Das Ergebnis ist vorhersehbar. Aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

<span class="copyright">Harald Rammel</span>
Harald Rammel

Die Gedenktage sollten zum Anlass genommen werden, das Grab festlich herzurichten und dem Anlass entsprechend zu dekorieren. Das beginnt mit einer Bestandsaufnahme und vielen Fragen: Wie sieht die Grabstätte aus? Ist die vorhandene Dauerbepflanzung noch in Form? Sind die Steine sauber oder gar verschoben? Sind die Vasen zu reinigen? Ist das Glas der Laterne sauber? Ist die Fläche rund ums Grab gepflegt? Ist die Erde noch gut? All diese Dinge sollten vorab in Ordnung gebracht werden, bevor sich ein jeder der festtäglichen Gestaltung zuwendet.

 <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Harald Rammel

Viele Grabstätten bieten Pflanzflächen, die im Jahreslauf ihren Bewuchs wechseln. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob die Herbstblüher jetzt direkt in den Boden oder in ein Pflanzgefäß gesetzt werden. In allen Blumenfachgeschäften gibt es eine breite Auswahl schöner und witterungsbeständiger Gewächse. Calocephalus (Stacheldrahtpflanze), Schneerosen, Mühlenbeckie, Heide-Arten, Efeu und viele andere eignen sich hervorragend für formale Gestaltungen und werden von uns gerne verwendet.
Dankbar sind die feinen Rosetten vom Hauswurz. Stehen sie kiesig, sind sie unverwüstlich und laden zum Spiel mit Formen und Farben ein.

<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Klaus Hartinger

Hilfe der Expertinnen

Die Erfahrung der Gärtnerinnen und Floristinnen im Umgang mit Pflanzen ist ein großer Nutzen für all jene, die auf diesem Gebiet professionelle Unterstützung wollen. Floristinnen sind geübt in der Gestaltung mit Pflanzen, daher finden sie stilsicher für alle Wünsche eine individuelle Lösung. Dazu greifen sie auch immer wieder zu wertigen Deko-Accessoires aus Metall, Keramik, Glas oder natürlichen Materialien. Liebevolle Botschaften in Metall graviert oder auf bedruckten Stoffen geben der Grabstätte eine starke persönliche Prägung.

<span class="copyright">Harald Rammel</span>
Harald Rammel

Das Besondere der Festtage heben sie mit außergewöhnlichem Grabschmuck hervor. Dabei spielen geometrische Figuren eine immer größere Rolle: Kugeln wirken ruhig, stoisch, aber formschön, besonders, wenn sie von Pflanzen umgeben sind. Die Symbolik der Unendlichkeit nehmen Floristinnen gekonnt im Kranz auf. Gerne dauerhaft und vielfältig bepflanzt. Kraftvoll drücken sie durch Kreuze den christlichen Glauben und die Zuversicht auf ein Wiedersehen aus. Innige Verbundenheit mit den Ahnen bringen die Expertinnen durch die Herzform zum Ausdruck.
Diese Grundformen werden aus verschiedenen Materialien gearbeitet. Mit lebenden Blumen bepflanzt oder aus Schnittblumen gestaltet. Ein ganz spezieller

Klassische Motive wie Kreuze modern in Szene gesetzt.<span class="copyright">Harald Rammel</span>
Klassische Motive wie Kreuze modern in Szene gesetzt.Harald Rammel

Tipp: Diese Formen wirken besonders gut, wenn Naturmaterialien zum Einsatz kommen. Der Herbst hält die verschiedensten Moose, Beerenzweige, Laubarten und Früchte bereit. Diese sollten auch in der Gestaltung der Gräber zu den Feiertagen Eingang finden und so die Natur widerspiegeln.

Von Marietta Sprenger

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