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Wiegensee ist schönster Ort Österreichs

27.10.2021 • 20:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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ORF/Hannes Thurnher

Vorarlberg dominiert bei der ORF-Hauptabendshow „9 Plätze – 9 Schätze“.

Bereits zum vierten Mal ist ein Vorarlberger Naturjuwel bei der ORF-Haupt­abendshow „9 Plätze – 9 Schätze“ zum schönsten Ort Österreichs gekürt worden. Der Wiegensee im Montafon ging bei der Sendung am Nationalfeiertag als Sieger hervor. Damit war das Ländle bei der achten Auflage der 2014 gestarteten Show zum vierten Mal erfolgreich. In regelmäßigem Zwei-Jahres-Abstand lag damit der schönste Ort Österreichs in Vorarlberg. Vor dem Wiegensee wurde diese Ehre bereits dem Formarinsee und der Roten Wand (2015), dem Körbersee (2017) und dem Lünersee (2019) zuteil.

Die Vorarlberger Abordnung mit Landesdirektor Markus Klement (l.) freute sich über den Sieg. <span class="copyright">ORF/Roman Zach-Kiesling</span>
Die Vorarlberger Abordnung mit Landesdirektor Markus Klement (l.) freute sich über den Sieg. ORF/Roman Zach-Kiesling

Der Landesdirektor des ORF Vorarlberg, Markus Klement, verfolgte die Hauptabendshow direkt im Wiener ORF-Zentrum mit. Er zeigte sich erfreut über den erneuten Sieg: „Es ist ein Beweis für unglaubliche Vielseitigkeit und Schönheit unseres Landes, dass bereits zum vierten Mal eine landschaftliche Kostbarkeit aus Vorarlberg bei der ORF-Show ‚9 Plätze – 9 Schätze‘ ausgezeichnet wird. Ich gratuliere allen Beteiligten von ganzem Herzen, dass sie dieses Naturjuwel erfolgreich ins Scheinwerferlicht der österreichischen Öffentlichkeit gerückt haben.“ Im Schnitt 1,044 Millionen Menschen (Marktanteil 35 Prozent) verfolgten am Nationalfeiertag die Sendung – der zweitbeste Wert nachdem im Vorjahr ein Rekord aufgestellt worden war. Damals hatten durchschnittlich 1,101 Millionen Zuschauer (Marktanteil 32 Prozent) den TV-Wettstreit verfolgt. Der Höchstwert lag bei 1,176 Millionen Menschen. Siegreich war 2020 die Strutz-Mühle aus der Steiermark.

Bedeutende Moorlandschaft

In der Show suchen Armin Assinger und Barbara Karlich mit Moderatorinnen und Moderatoren der neun Landesstudios sowie Prominenten nach den schönsten verborgenen Plätzen. Das Ländle wurde heuer von der „Vorarlberg heute“-Moderatorin Kerstin Polzer und Adelsexpertin Lisbeth Bischof vertreten. Mit dem Wiegensee oberhalb von Partenen wurde ein Moorsee ins Rennen geschickt, der zudem am südlichen Rand des Europaschutzgebiets Verwall liegt. Die Moorlandschaft rund um das Gewässer sei international von Bedeutung, heißt es in einer Aussendung des ORF. Denn diese weise ein spannendes botanisches Phänomen auf: Gräser und Moose wachsen vom Ufer her auf die Wasseroberfläche hinaus und bilden dort mit der Zeit ein dichtes Geflecht. Diese Pflanzendecke, die auch Schwingrasen genannt wird, sieht zwar stabil aus, ist es aber nicht – wer sie betritt, würde einsinken. Der Wiegensee ist daher auch kein Badesee, denn es ist streng verboten den Uferbereich zu betreten, weil dadurch die empfindlichen Moorpflanzen zerstört werden würden. Für die Wanderer wurden daher extra Stege angelegt, damit der Moorkörper nicht beschädigt wird.

Hielten in der Sendung Vorarlbergs Farben hoch: Lisbeth Bischof (l.) und "V-heute"-Moderatorin Kerstin Polzer. <span class="copyright">ORF/Roman Zach-Kiesling</span>
Hielten in der Sendung Vorarlbergs Farben hoch: Lisbeth Bischof (l.) und "V-heute"-Moderatorin Kerstin Polzer. ORF/Roman Zach-Kiesling

Im Wettstreit um den schönsten Ort Österreichs setzte sich der Wiegensee gegen die Willersdorfer Schlucht (Burgenland), den Blumenberg Mussen (Kärnten), die Sitzendorfer Kellergasse (Niederösterreich), den Gimbach im Weißenbachtal (Oberösterreich), die Krimmler Wasserfälle (Salzburg), das Handwerkerdörfl in Pichla (Steiermark), das Gschnitztal (Tirol) und die Blumengärten Hirsch­stetten (Wien) durch. Begleitend zur Sendung ist kürzlich auch das Buch „Lust auf Österreichs Besonderheiten“ erschienen. Auf knapp 200 Seiten wird in diesem die heurige „Schatzsuche“ mit informativen Texten und Bildern begleitet. Ebenso sind darin die neun Landessieger aus den Vorjahren vertreten.

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